Platz für den Bewegungsdrang

Feststimmung am Donnerstagabend im Alters- und Pflegeheim Schärme: Die Fachplaner und die Handwerker feierten die Fertigstellung der ersten Bauphase des 12-Millionen-Sanierungsprojektes.

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Nach den Plänen der Ledermann & BFR LAB Architekten GmbH Langenthal ist der neue Erweiterungsbau des Alters- und Pflegeheims Schärme in Melchnau bezugsbereit. Nach 18-monatiger Bauzeit wurden die neue Küche mit Speisesaal, die Räume und der Garten der geschützten Wohngruppe für acht an Demenz erkrankte Menschen sowie der Aktivierungs- und Turnraum fristgerecht fertiggestellt.

Der Verbindungstrakt zwischen dem bestehenden Gebäude und dem Neubau ist mit einem Bettenlift und einem Treppenhaus ausgestattet. «Endloswege» tragen dem oftmals ausgeprägten Bewegungsdrang der Bewohner Rechnung. «Das Gebäude kann im Innern umrundet werden», erklärt Architekt Matthias Frei.

Entlang der Zirkulationswege sind Nischen entstanden, die von den Bewohnern zum Beispiel zum Ruhen, Lesen, Plaudern genutzt werden können. «Dies alles entstand bei laufendem Betrieb», erklärt Beat Nydegger, seit fünf Jahren Leiter des Schärme. Die Bewohner seien sehr interessiert am Bauverlauf. «Neues ist aber auch ungewohnt, und es braucht Zeit für die Orientierung», so ­Nydegger.

Küche ist bereits in Betrieb

Der gesamte Anbau wird Ende dieses Monats in Betrieb genommen. Ausnahme ist die Gastronomie. In der neuen Küche herrscht seit letztem Montag bereits Hochbetrieb. Gastronomieleiter Martin Walthert und sein Team haben die neuen Räume bezogen. Auch der neue Speisesaal mit den grosszügigen Fensterflächen wird bereits genutzt.

«Es ist wunderbar – mir gefällts.»Kommentare von Bewohnern des Schärme    

Dieser Saal, mit einer Kleinküche ausgestattet, kann unterteilt werden und steht dann für kleinere Anlässe zur Verfügung. «Zum Beispiel für ein Geburtstagsfest», so Jakob Rösch, Präsident des Altersheimvereins. Neu gestaltet wurde im Zuge der Bauarbeiten auch der Aussenbereich des Schärme.

Es ist möglich, aus jeder Etage, vom Eingangs- bis zum 2. Obergeschoss, direkt ins Freie zu gelangen. Aktivgarten, Ruhegarten mit einem Teich, Spaziergarten und die sonnige Gartenwirtschaft locken ins Freie. Das erste Fazit der Bewohner über den Erweiterungsbau fällt sehr positiv aus: «Es ist wunderbar», strahlt eine Bewohnerin im neuen Speisesaal, und auch eine andere betagte Frau ist voller Lob: «Mir ­gefällts.»

Es geht nahtlos weiter

Damit ist die Bauphase I des ­Gesamtsanierungskonzepts abgeschlossen. Nach jeder Bauetappe wird die Finanzierung überprüft. Bei Bedarf könnte mit dem weiteren Bauverlauf zugewartet werden, um die Finanzierung zu sichern. Doch das ist nicht nötig. «Das Budget haben wir bei der ersten Etappe eingehalten», erklärt Architekt Michael Ledermann. «Es geht nahtlos weiter», betont denn auch Jakob Rösch. Im September beginnt mit dem Rückbau der alten Küche und des Speisesaals die Bauetappe II.

Hier entstehen neue Bewohnerzimmer. «Hauptsächlich Einzelzimmer, weil Doppelzimmer weniger gefragt sind», erklärt Architekt Frei. Auch Pflegebäder und neue Stationszimmer werden gebaut. Zudem wird der Eingangsbereich neu gestaltet. Diese zweite Bauetappe wird bis circa Ende 2018 dauern, bevor dann in der dritten Etappe Sanierungsarbeiten am 40-jährigen, bestehenden Alters- und Pflegeheims Schärme ausgeführt werden. Nach Fertigstellung des Um- und Anbaus, rund vier Jahre soll die Bauzeit dauern, wird der Schärme Platz für 67 Bewohnerinnen und Bewohner (bisher 55) bieten.

Am Herbstfest, 26. August, ab 14.30 Uhr, ist die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. «Diesen Tag warten wir vor dem vollständigen Bezug des Erweiterungsbaus ab, damit sich die Besucher in den Räumen frei bewegen können», erklärt Jakob Rösch.

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