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Pnos-Parteitag fand bei kurdischem Wirt statt

Ein Kurde aus der Türkei gibt der Pnos Asyl in seinem Restaurant. Er sieht darin kein Problem.

Die Linde in Melchnau: Hier fand am Samstag der Pnos-Parteitag statt.
Die Linde in Melchnau: Hier fand am Samstag der Pnos-Parteitag statt.
Screenshot/Google

Die Reaktionen aus dem Dorf sind offenbar nicht ausgeblieben. Rund 70 Teilnehmer sollen sich am Samstag eingefunden haben zum Parteitag der Pnos, schreibt die Partei National Orientierter Schweizer im Internet. Stattgefunden hat das Treffen im Saal des Restaurants Linde in Melchnau.

Tatsächlich hätten ihn seither einige Dorfbewohner angesprochen, weshalb ausgerechnet er der rechtsextremen Gruppierung eine Plattform gegeben habe, sagt Wirt Mustafa Dümrül auf Anfrage. Der aus der Türkei stammende Kurde rechtfertigt sich allerdings: Als Gastgeber mache er keinen Unterschied zwischen den Menschen. «Ein Restaurant ist schliesslich kein Privatclub.»

Nur kurz vor Ort gewesen

Wobei: Wirklich gewusst, um wen es sich handelte bei den Gästen, die sich so kurzfristig angemeldet hatten am Donnerstagabend, hat Dümrül offenbar nicht. Zwar hat Parteipräsident Dominic Lüthard seine Anfrage offen im Namen der Pnos getätigt.

«Was das für eine Partei ist, war mir allerdings nicht bewusst», so der Linde-Wirt. Probleme habe es aber keine gegeben. Da es sich beim Samstag um den Wirtesonntag handelt in der Linde, hätten sich seine Gäste selber um alles gekümmert. Er selbst sei nur kurz vor Ort gewesen, sagt Dümrül. Und habe sich dabei mit dem Parteipräsidenten «gut unterhalten können».

Weit kritischer hat man das Treffen der Pnos am Samstag derweil in Bern gesehen: Rund 500 Teilnehmer demonstrierten in der Hauptstadt gegen den Parteitag, an dem ursprünglich auch der Anführer der rechtsextremen amerikanischen Alt-Right-Bewegung Richard Spencer hätte auftreten sollen.

Gemäss Berichten der Pnos im Internet wurde Spencer den Anwesenden in der Linde am Samstag nun offenbar per Videobotschaft zugeschaltet. Die Ausreise aus den Staaten und die Einreise in die Schweiz war dem Rechtsextremen nämlich verboten worden.

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