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Schneider bekennt sich zu Langenthal

Die Stadt Langenthal lud zum Stelldichein der hiesigen Unternehmerschaft. Der Ammann-CEO nutzte die Gelegenheit für eine klärende Stellungnahme.

Kündigungen in Langenthal, ein Bereich soll komplett geschlossen werden: Ammann-CEO Hans-Christian Schneider kam darauf zu sprechen während seines Referats am Wirtschaftslunch der Stadt, gestern im katholischen Kirchgemeindehaus. Er bestätigte, dass es sich beim Bereich der Asphaltfertiger, unter den nun ein Schlussstrich gezogen wird, um ein Start-up ­gehandelt hat. «Wir haben über Jahre versucht, ein Produkt­segment aufzubauen. Das ist uns aus diversen Gründen nicht gelungen.»

«Relativ isolierter Entscheid»

Innerhalb der Ammann Gruppe habe dieser Bereich keine zwei Prozent des Umsatzes ausgemacht – und am Standort Langenthal seien es keine zehn Prozent gewesen. «Natürlich betrifft es Mitarbeitende, aber es ist ein relativ isolierter Entscheid», kommentierte Schneider die Schliessung. Am Hauptsitz in Langenthal würden nach wie vor rund 560 Mitarbeitende beschäftigt.

Der hiesige Standort sei für die Ammann-Gruppe sehr wohl wichtig. «Er ist aber nur im Verbund überlebensfähig.» Der CEO kam auf Chancen und Risiken des Heimmarktes zu sprechen und stellte danach die Verbindung zu den Standorten im Ausland her. Ammann – das heisst: weltweit neun Produktionsstätten beziehungsweise Kompetenzzentren, dreissig Verkaufsniederlassungen und über 200 Händler.

Komplexes von hier

In Langenthal werden unter anderem die komplexeren Herz­teile von Maschinen entwickelt und hergestellt. Zukunftsfähig scheint weiter der Bereich Software zu sein. Annähernd fünfzig Leute seien in diesem Feld tätig. «Das ist im Bereich der Asphalt- und Betonmischanlagen weltweit einzigartig», so Schneider. Gemeint sind Steuerungssysteme. Die Projekte werden in Langenthal entwickelt. Abgewickelt werden sie allerdings vor Ort beim Kunden. Dort, wo die Anlage letztlich zusammengesetzt werde.

«Auch hier: Der Standort Langenthal hat für uns zwar eine zentrale Rolle, er ist aber nur dann überlebensfähig, wenn wir gesamthaft über alle Niederlassungen und Werke gesehen den Absatz sicherstellen können.» Das funktioniere bis heute sehr gut. «Und es soll auch in Zukunft so bleiben», unterstrich Hans-Christian Schneider sein Standortbekenntnis.

Weiter sprachen am Wirtschaftslunch Christof Lehmann, Geschäftsführer der Kadi AG, und Stadtpräsident Thomas Rufener (SVP). Lehmann erläuterte den Brandfall, den die Firma im Februar 2016 ereilt hatte.

paj

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