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SCL vor Qualifikationssieg

Der SC Langenthal ist in der National League B nicht zu stoppen. Die Oberaargauer schlagen die EVZAcademy 7:1.

Gefahrenherd: SC-Langenthal-Stürmer Jeffrey Füglister.
Gefahrenherd: SC-Langenthal-Stürmer Jeffrey Füglister.
Leroy Ryser

Mit dem 7:1-Triumph über die EVZ Academy steht der SC Langenthal kurz vor dem Gewinn der Qualifikation. Verfolger La Chaux-de-Fonds verlor daheim gegen die Lakers und liegt nun zehn Punkte zurück.

Die drei Punkte sind im Kampf um den zweiten Qualifikationssieg (nach 2007) seit der Rückkehr in die NLB im Jahr 2002 wohl bereits vorentscheidend. Denn gleichzeitig hat der nächste Verfolger, der HC La Chaux-de-Fonds, auf eigenem Eis gegen die Rapperswil-Jona Lakers verloren. Somit beträgt der Vorsprung zehn Zähler. Um noch mit dem SCL gleichzuziehen, müssten die Romands jetzt in den letzten sechs Runden drei Siege sowie einen Zusatzpunkt mehr einfahren als die Mannschaft von Trainer Jason O’Leary.

Hoch konzentriert, mit einem einfachen, strukturierten Spiel schnürten die Oberaargauer den Gegner von Beginn weg in dessen Abwehrzone ein. SCL-Stürmer Jeffrey Füglister: «Wir waren von Anfang an bei der Sache, machten vieles richtig und kommunizierten viel miteinander. Wir wollen den Vorsprung weiter ausbauen und versuchen, das Maximum an Punkten rauszuholen.

Diese Punkte sind sehr wichtig.» Insbesondere auch, weil die nächste Auswärtsbegegnung ausgesprochen schwierig sein dürfte: Die Lakers hatten zuletzt einen Lauf und machen La Chaux-de-Fonds den zweiten Rang streitig. Es dürfte für den SCL die schwierigste Begegnung mit den Lakers in dieser Saison werden (die drei bisherigen wurden gewonnen).

15. Sieg in letzten 16 Spielen

Zug ist wie eine Klammer in der Nationalliga: In der NLA ist der EVZ an vorderster Front mit dabei. Und in der NLB verfügt das Farmteam der Innerschweizer über nur einen Punkt Vorsprung auf den letzten Tabellenrang.

Sportlich hatte die EVZ Academy dem SC Langenthal nichts entgegenzusetzen. Anders als am Dienstag gegen den EHC Winterthur (2:1-Sieg) drückte der SCL von Beginn weg auf das Gaspedal und liess erst im Schlussdrittel etwas nach, als das Spiel deutlich entschieden war. Ohne grosses Spektakel lieferte die Mannschaft von Trainer Jason O’Leary eine konsequente Leistung, bis der Match in aller Deutlichkeit entschieden war.

Der SC Langenthal siegte gleich mit 7:1 Toren gegen die Academy. Es war der 15. Sieg im 16. Spiel für den Leader. SCL-Stürmer Nico Dünner: «Wir versuchten von Beginn an unser Spiel aufzuziehen, unterstützten einander gegenseitig und kamen gut aus unseren Zonen raus. Bald merkten sie, dass wir spielerisch die bessere Qualität haben, und dann war ein gewisser Respekt da, sobald wir mal 2:0 und 3:0 führten.»

Stadion mit Assist

Der SC Langenthal lieferte zwei Tore in Unterzahl, womit das Berner Team die Mannschaft mit den meisten Shorthandern der Liga ist (acht). Apropos Short-hander: Vor der gestrigen Runde waren drei Teams auf nur einen Shorthander gekommen: die Rapperswil-Jona Lakers, die GCK Lions sowie die EVZ Academy. Letztere konnten vier Sekunden vor Ablauf eines SCL-Powerplays kurz vor Spielende ein zweites Mal in dieser Saison in Unterzahl treffen.

Dank dem Stadion: Claudio Cadonau fuhr hinter das Tor, wo bereits Marco Mathis stand, um eine der Bande entlang kommende Scheibe zu blockieren. Diese kam aber nie bei ihm an. Bei der Türkante, die jeweils für die Eismaschine geöffnet wird, musste die Bande etwas vorstehen, und so spickte der Puck vor das Tor, wo die Zuger ­gerade zum Forechecking herannahten – und somit die Scheibe nur noch ins leere Gehäuse einschieben mussten.

Nun wartet bereits morgen der Vergleich mit den Lakers. Jeffrey Füglister spricht von einem Gradmesser. Die St. Galler bekundeten letzte Woche, innerhalb von 16 Monaten in die NLA zurückkehren zu wollen. Sollte es nicht in dieser Saison bereits gelingen, stehen gemäss Clubangaben nächste Saison rund zwei Millionen Franken mehr zur Verfügung, um das Ansinnen mit aller Vehemenz voranzutreiben.

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