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Sechs kreative Köpfe in einem Blumenmeer

Drei Fachgeschäfte und ein Wirtshaus spannen für eine gemeinsame Frühlingsausstellung zusammen. Ihre Verbindung: ein blaues Band und auch die «Nähe zum Echten».

Sie organisieren ein Frühlingsfest (v.l.): Ruth Oechsli, Kathrin Nägeli, Simon Ingold, Kathrin und Ernst Nägeli, Christina Büchi und Monika Ingold.
Sie organisieren ein Frühlingsfest (v.l.): Ruth Oechsli, Kathrin Nägeli, Simon Ingold, Kathrin und Ernst Nägeli, Christina Büchi und Monika Ingold.
Thomas Peter

Es spriesst und blüht in allen Farben in den Gewächshäusern der Blumeninsel von Simon und Monika Ingold an der Fiechtenstrasse in Huttwil: Der Frühling ist da. «Wegen der milden Temperaturen ist das Wachstum der Frühlingspflanzen schon weit fortgeschritten», stellt Simon Ingold fest.

Doch mitten aus dem Blumenmeer lachen diesen Frühling sechs kreative Köpfe. Sie stammen aus drei Huttwiler Fachgeschäften und einem Wirtshaus. Am nächsten Wochenende organisieren sie einen gemeinsamen Anlass – nicht an einem Ort, sondern je in ihren Häusern. Geboten werden Workshops und eine Modeschau.

Frühlingsgedichte

Als verbindendes Element dient ein blaues Band. Die Idee dazu stammt von Christina Büchi. Die Inhaberin der Boutique naturel am Brunnenplatz liess sich dazu von Eduard Mörikes Frühlingsgedicht «Er ist es» inspirieren. Und sie gewann weitere Partner zum Mitmachen: das Innendekorationsgeschäft Oechsli Wohnen + Schlafen sowie das Hotel-Restaurant Kleiner Prinz.

Dass es in der Blumeninsel Huttwil derzeit besonders bunt blüht, ist kein Zufall. Simon und Monika Ingold kaufen fast keine Frühlingspflanzen hinzu – das meiste säen sie selber aus: Primeln, Osterglocken, Stiefmütterchen, Narzissen. Auf einer Fläche von über 7000 Quadratmetern – das entspricht einem Fussballfeld – leuchten sie zu Tausenden in allen erdenklichen Farben.

Produziert wird primär für den Eigenbedarf. Überschüsse verkaufen Simon und Monika Ingold an den Blumenbörsen in Rothrist und Luzern. Die hochmodernen Treibhäuser werden vollauto­matisch gesteuert. 200 000 Liter Wasser fassen die Becken unterhalb der Gewächshäuser, aus welchen die Pflanzen mehrmals täglich mit gesammeltem Regenwasser gegossen werden.

Luftpolsterfolien an der Decke regulieren Temperatur und Licht. So ist die Gärtnerei auch Mitglied bei der schweizerischen Energie-Agentur der Wirtschaft. Im mottogebenden Gedicht von Eduard Mörike kommt das Veilchen vor. Dieses ist zwar dunkelviolett, passt aber ebenfalls ins Konzept: Das Duftveilchen wird nur noch selten angebaut, ist jedoch eine Spezialität der Blumeninsel Huttwil und der ganz besondere Stolz von Simon Ingold.

Eine blaue Cocktailbar

Gedanklich beginnt der Frühling für die Blumeninsel bereits im Herbst. Noch viel länger sind die vier beteiligten Unternehmen schon mit dem gemeinsamen ­Anlass beschäftigt. Nämlich seit über einem Jahr.

Gemeinsamer Treffpunkt ist das Restaurant Kleiner Prinz. Dort wird getreu dem Motto die Blue-Cocktail-Bar eingerichtet. Betrieben wird sie von allen Geschäften, die dabei sind, gemeinsam. Und dort zelebrieren zudem am Samstagabend Head over Heals Blues.

Ein roter Teppich

«Die Zusammenarbeit der vier Partner ist in dieser Form einzigartig», betont Simon Ingold. Ihnen allen gemeinsam sei, dass sie mit der Nähe zum Echten überzeugen wollen.

Blaue Bänder und Blumen werden die Geschäfte am Anlass schmücken und den Besucherinnen und Besuchern wird der blaue Teppich ausgerollt. Huttwil präsentiert sich so auch ganz in der Farbe seines Wappens.

Ausstellung: Freitag/Samstag, 17./18. März. Die Details zum Programm: www.blumeninsel.ch

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