Seniorenangebote sollen besser vernetzt werden

Oberaargau

Im Rahmen der Umsetzung des Altersleitbildes Oberaargau-West soll ein neues Netzwerk «Alter bewegt» aufgebaut werden – zur Gesundheitsförderung. An diesem sollen sich auch die Senioren selbst beteiligen können.

Im Oberaargau-West soll ein neues Netzwerk «Alter bewegt» aufgebaut werden. (Symbolbild)

Im Oberaargau-West soll ein neues Netzwerk «Alter bewegt» aufgebaut werden. (Symbolbild)

(Bild: Fotolia)

Sebastian Weber

In der Region Oberaargau-West wurde Anfang 2015 nach zwei Vernehmlassungen die endgültige Fassung des überarbeiteten Altersleitbildes verabschiedet. Dieses besitzt sechs Schwerpunkte, wobei aufgrund des Ist- und des Sollzustands in jedem Bereich verschiedene Massnahmen festgelegt worden sind.

Im Rahmen dessen hat die regionale Kommission für Kinder-, Jugend- und Altersfragen Herzogenbuchsee und Region, die mit der Umsetzung des Altersleitbildes beauftragt worden ist, nun beschlossen, mit der Unterstützung von Pro Senectute das Netzwerk «Alter bewegt» aufzubauen.

Die Bewegung im Fokus

Pro Senectute war bereits vor zwei Jahren wegen eines solchen Netzwerkes auf die Behörden zugegangen. Sie hat auch schon in anderen Gemeinden mitgeholfen, solche aufzubauen, und besitzt daher verschiedenste Erfahrungswerte. Angebote für ältere Menschen gebe es in Buchsi und Umgebung viele, weiss Ursula Mosimann von Pro Senectute.

Ziel des Netzwerkes sei es einerseits, diese Anbieter zu vernetzen. Gleichzeitig sollen aber auch neue gesundheitsfördernde Angebote forciert werden. «Das Netzwerk soll vor allem auf Bewegung ausgerichtet werden», erklärt Ursula Mosimann. Seien doch Bewegung und Begegnung die besten Massnahmen, um auch im Alter gesund zu bleiben.

Dabei sind die Bedürfnisse der Seniorinnen und Senioren, das weiss man bei Pro Senectute, oft sehr unterschiedlich und stark mobilitätsabhängig. Ziel sei es, sagt Ursula Mosimann, alle so gut wie möglich abzudecken. Als Beispiel verweist sie auf ein solches Netzwerk in Biel, wo etwa eine Spaziergruppe gegründet worden ist.

Ausserdem habe sie die Er­fahrung gemacht, sagt sie, dass viele Seniorinnen und Senioren Schnupperangebote in Anspruch nehmen möchten, zum Beispiel bei einem Turnverein oder bei einer Walkinggruppe. Bei älteren Menschen, die nicht mehr gut zu Fuss unterwegs seien, könne ­etwa ein Fahrdienst zum Thema werden.

Senioren helfen mit

Zur Gründungsveranstaltung vom 24. Oktober laden die Verantwortlichen nicht nur die Anbieter, sondern ganz bewusst auch Seniorinnen und Senioren ein. Diese sollten so die Möglichkeit erhalten, sagt Ursula Mosimann, selbst ihre Bedürfnisse zu äussern und Verbesserungsvorschläge zu machen. «Schliesslich wissen sie am besten, was sie brauchen.» Was läuft gut, was weniger, wo gibt es noch Lücken? Gleichzeitig soll abgeklärt werden, welche Senioren bereit wären, sich in einer Kerngruppe intensiver an der Arbeit des neuen Netzwerks zu beteiligen.

In der Kommission für Kinder-, Jugend- und Altersfragen Herzogenbuchsee und Region sind folgende Gemeinden vertreten: Berken, Bettenhausen, Graben, Heimenhausen, Herzogenbuchsee, Inkwil, Niederönz, Ochlenberg, Seeberg und Thörigen.

Gründungsveranstaltung: Montag, 24. Oktober, 19 bis 21 Uhr, Sonnensaal Herzogenbuchsee.

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