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Silvesterkonzert einmal anders

Mit berühmten Opernchören, dargeboten von Ensemble, Chor und Solisten der Gartenoper Langenthal, stimmen Musiker und Sänger aus der Region Langenthal das Publikum auf den Jahreswechsel ein.

Der Gartenoperchor singt morgen Abend unter der Leitung von Ewald Lucas berühmte Opernstücke.
Der Gartenoperchor singt morgen Abend unter der Leitung von Ewald Lucas berühmte Opernstücke.
Thomas Peter

Kurze Pause während der Konzertprobe im Stadttheater und Zeit für einen Schluck Tee oder eine kleine Fachsimpelei. Zu den liebsten Chören von Beatrix Gerber gehört «Der Brautchor» aus «Lohengrin». Inspirierend für sie ist zusätzlich, dass sie die Wagner-Oper kürzlich gesehen hat.

Die Langenthalerin sang bereits in der Gartenoper mit. «Inzwischen sind wir richtig zusammengewachsen. Deshalb war mir klar, dass ich während des opernfreien Zwischenjahrs bei diesem Silvesterprojekt dabei sein will», erklärt die Sopranistin. Ihr gefällt es besonders, mit Leuten aus der Umgebung etwas für die Region zu machen.

Eigenständiges Projekt

Für den Chor verantwortlich zeichnet Ewald Lucas. Dieser leitet auch das speziell zusammengestellte Orchester. Im Ensemble spielen Musiker aus dem Gartenopernorchester und der Musikschule Langenthal. «Ein offenes Projekt, initiiert vom Stadttheater und der Musikschule, bei welchem alle mitmachen durften», informiert Musikschulleiter Rainer Walker, während er Arrangements verteilt, die in letzter Minute eingetroffen sind.

Konzertmeisterin Nuria Rodriguez macht Notizen, und schon ertönen die ersten Takte von «Les voici» aus dem Schlussakt von Bizets «Carmen». Der Dirigent unterbricht: «Takt 204 tutti einsteigen, das Tempo nicht weiter erhöhen. Der Raum ist relativ trocken. Chor, bitte gut artikulieren und mit dem ganzen Körper singen.»

«Wir haben lediglich zwei Gesamtproben», gibt Theaterleiter Reto Lang zu bedenken. Deshalb müssen neben dem Musikalischen auch die diversen Abläufe geübt werden wie die Ansagen. Derweil testet Bühnenmeister Johann Gerhard, ob die Zwischenvorhänge die Kesselpauke nicht tangieren. «Viel mehr ins Publikum schauen, das wirkt professionell», lautet die wichtige Message von Rainer Walker.

Am Bühnenrand sitzt Marco Morelli mit seinem Teddybären im Arm und lauscht verträumt der Musik. Der Berner Entertainer bildet den clownesken Faden im Programm. Obschon er im «falschen» Theater sitzt, weigert er sich, dieses zu verlassen, und wird vom Direktor auf den freien Platz 18 verwiesen.

Trotzdem mischt er sich ein, kündigt den Auftritt des Maestros jeweils mit einer Glocke an und offeriert mit dem «Mondchor» ein musikalisches Amuse-Bouche vor dem Silvesterapéro des Restaurationspartners Chrämerhuus. Mit zarten, mystischen Tönen illus­triert das Orchester den Mondaufgang und die Geister und Elfen im Wald aus «Die lustigen Weiber von Windsor». Mit bekannten Opernchören wie «Habanera» aus «Carmen» von Bizet, «Dienerchor» aus «Don Pasquale» von Donizetti oder «Dunque io son» aus «Il Barbiere di Siviglia» von Rossini wird der Jahreswechsel ausklingen.

Bezaubernde Solostimmen

Als Gesangssolisten werden Rebekka Maeder (Sopran) und Wolf H. Latzel (Bariton) auf der Bühne stehen. Sie sind den Konzertbesuchern des Stadttheaters und der Gartenoper bestens bekannt. Sie werden nächstes Jahr in der Inszenierung der romantisch-komischen Oper «Martha» als Lady Harriet alias Martha und Gutsbesitzer Plumkett auftreten. Bereits am Silvesterkonzert wird der Chor der Landleute aus «Martha» zu hören sein.

Matinee mit dem Gartenoperchor Langenthal im Landgasthof Hirsernbad, Ursenbach. 10.?Januar, ab 10 Uhr.

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