Spielplätze machen nicht nur Freude

Langenthal

Zehn Kinderspielplätze erneuern und drei neue bauen: Dies ist das Ziel des Langenthaler Kinderspielplatzkonzeptes. Bis Ende dieses Jahres werden drei Spielplätze realisiert sein.

Hier stand mal ein Klettergerüst: Auf dem Spielplatz beim Langenthaler Tierpark musste die Stadt aus Sicherheitsgründen Spielgeräte entsorgen.Eigentlich sollte der Spielplatz in erster Priorität saniert werden. Doch wegen Altlastenabklärungen verzögert sich dies.

Hier stand mal ein Klettergerüst: Auf dem Spielplatz beim Langenthaler Tierpark musste die Stadt aus Sicherheitsgründen Spielgeräte entsorgen.Eigentlich sollte der Spielplatz in erster Priorität saniert werden. Doch wegen Altlastenabklärungen verzögert sich dies.

(Bild: Thomas Peter)

Dominic Ramel

Das Langenthaler Stadtparlament hat vor drei Jahren einen Rahmenkredit von 1,8 Millionen Franken für die Umsetzung eines Kinderspielplatzkonzeptes gesprochen. Als Erster wurde im letzten Jahr der Spielplatz Haldeli neu gestaltet. Derzeit wird der Spielplatz im Rumipark saniert. Und in den Herbstferien wird derjenige beim Schulzentrum Kreuzfeld an der Reihe sein.

Gemäss dem ursprünglichen, im Konzept vorgesehenen Terminplan sollten alle zehn bestehenden und drei neu geplanten Kinderspielplätze bis 2021 realisiert sein. Ob dies eingehalten werden kann, ist indes fraglich. Denn erstens ist derzeit gemäss Investitionsplan vorgesehen, pro Jahr einen Spielplatz zu sanieren. Das sagt Stadtpräsident Thomas Rufener (SVP) auf Anfrage.

Und zweitens ist unklar, wann die Spielplätze beim Tierpark und beim Reitplatz saniert werden können. Eigentlich sollten diese beiden wie die Spielplätze Haldeli und Rumipark in erster Priorität realisiert werden. Doch daraus wird nichts. Momentan ist unklar, wann die Spielplätze Tierpark und Haldeli an die Reihe kommen werden.

Abklärungen laufen

Der Grund liegt darin, dass die beiden in unmittelbarer Nähe von Altlasten stehen. Neu ist das nicht, sondern längst bekannt. Beim Tierpark handelt es sich um einen ehemaligen Kugelfang, beim Reitplatz um eine Abfallgrube. Zudem liegt Letzterer im Perimeter des ESP Bahnhof. Wegen der Altlasten sind Abklärungen notwendig. Und diese sind laut Rufener noch nicht abgeschlossen.

Die beiden Spielplätze würden «zu gegebener Zeit saniert», sagt Rufener, «möglicherweise aber erst zu einem späteren Zeitpunkt». Das Stadtbauamt könne in solchen Fällen den Realisierungsrhythmus anpassen und andere Spielplätze vorziehen. So wie dies nun mit dem Spielplatz beim Schulzentrum Kreuzfeld geschieht. «Es ist durchaus denkbar, dass noch weitere Spielplätze aus besagten Gründen vorgezogen werden», so Rufener.

Nicht ausgeschlossen ist, dass auf die Sanierung des Spielplatzes beim Reitplatz gar verzichtet wird. In den Stadtratsunterlagen vom August 2012 hiess es: «Falls sich bei der Realisierung des Erlebnisspielplatzes Reitplatz durch Altlasten Unwegsamkeiten ergeben sollten, ist vorgesehen, auf einen Standort bei den Schulzentren auszuweichen.»

Spielgeräte entfernt

Dass es gerade beim Tierpark Verzögerungen gibt, ist schlecht fürs Image der Stadt. Denn dieser gilt gemäss Konzept als «wichtige öffentliche Parkanlage» und «überregionales Ausflugsziel». Deshalb sollte er «mit einem angemessenen Spielplatz» ausgestattet werden. Doch bereits die Analyse für das Spielplatzkonzept hatte ergeben, dass der Zustand der städtischen Kinderspielplätze als «eher bescheiden» beurteilt werden müsse. Dies gilt insbesondere für denjenigen beim Tierpark. Inzwischen musste die Stadt dort aus Sicherheitsgründen gar Geräte entfernen. Dies, weil sie alt, morsch oder zerstört waren und Schäden aufwiesen, wodurch sie nicht mehr nutzbar waren respektive nicht mehr instand gestellt werden konnten. Von Unfällen sei indes nichts bekannt, sagt Rufener.

Finanziell im Plan

Laut Rufener wird der Rahmenkredit von 1,8 Millionen Franken eingehalten werden können. «Abweichungen sind nicht bekannt.» Allerdings werden die Kosten für die Neugestaltung des Spielplatzes im Rumipark auf 45'000 Franken beziffert. Im Konzept waren 28'000 Franken veranschlagt. Rufener sagt dazu, dass in der Planung und Umsetzung aufgrund der Bedürfnis- und Nutzerabklärungen oder den örtlichen Rahmenbedingungen eine gewisse Flexibilität vorhanden sein müsse. «Die Kosten können somit situativ angepasst werden.»

Finanziell im Plan sind die Spielplätze Haldeli und Kreuzfeld: Ersterer hat wie geplant rund 300'000 Franken gekostet. Und beim Kreuzfeld belaufen sich die Kosten auf 168'500 Franken; im Konzept waren 185'000 Franken vorgesehen – womit die Differenz beim Spielplatz Rumipark wieder wettgemacht wäre.

Berner Zeitung

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