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Stefan Spahr an die Spitze der Fasnacht?

Einen Monat vor der Hauptversammlung gibt die Langenthaler Fasnachtsgesellschaft bekannt, wer ihr zufolge neuer Fasnachtsober werden soll.

Stefan Spahr, in der vordersten Reihe ganz rechts, soll neuer Ober der Langenthaler Fasnachtsgesellschaft (LFG) werden (Archivbild).
Stefan Spahr, in der vordersten Reihe ganz rechts, soll neuer Ober der Langenthaler Fasnachtsgesellschaft (LFG) werden (Archivbild).
Robert Grogg

In Fasnachtskreisen wurde es schon lange gemunkelt, nun ist es offiziell: Stefan Spahr soll neuer Ober der Langenthaler Fasnachtsgesellschaft (LFG) werden. Die LFG schickt den 57-Jährigen als Nachfolger für Markus Gfeller ins Rennen. Dieser gibt sein Amt als höchster Langenthaler Fasnächtler nach neun Jahren ab.

Ob Stefan Spahr das Amt des Obers übernehmen darf, darüber befindet am 8. Juni die Hauptversammlung der Fasnachtsgesellschaft. Anwesend sein werden dannzumal auch die Cliquenchefs der Langenthaler Fasnachtsformationen. Bisher gebe es keine der LFG bekannte Gegenkandidatur, heisst es in einer Medienmitteilung.

Als Berufsoffizier tätig

Stefan Spahr wird nicht grundlos als Nachfolger von Markus Gfeller empfohlen. Die LFG bezeichnet ihn als Vollblutfasnächtler, der bereits seit 2008 im Vorstand, genannt LFG-Büro, tätig ist. Spahr sei sich der grossen Herausforderung bewusst und würde das Amt des Obers mit dem entsprechenden Respekt angehen, schreibt die LFG. Als Berufsoffizier verfüge er über die notwendige Sensibilität und über die benötigten Verbindungen.

So sei er im Vorstand unter anderem verantwortlich für die Sicherheit. Der abtretende Markus Gfeller fügt hinzu: Spahr habe jahrzehntelange Fasnachtserfahrung, sei selber in einer traditionellen Clique aktiv gewesen, kenne die Arbeitsweise und die Personen des Büros, sei mit den wesentlichsten Fragen gut vertraut und zudem «kommunikativ sehr offen».

Er will mit der Zeit gehen

Das Amt wäre für ihn eine «grosse Ehre», lässt sich Stefan Spahr zitieren. Die Fasnacht solle ein Volksfest für alle bleiben sowie den Mix aus Brauchtum, traditioneller Fasnacht und Party auch in Zukunft behalten. Sein Ziel sei es nicht, «schnell viel zu ändern». Die Langenthaler Fasnacht sei bestens aufgestellt und gesund. Stefan Spahr will jedoch «am Ball bleiben» und «mit der Zeit gehen». Zusammen mit den Cliquen, der Stadtregierung und -verwaltung sowie der Bevölkerung solle der Grossanlass stetig weiter entwickelt werden.

Markus Gfellers Rücktritt steht in Zusammenhang mit seinem politischen Engagement: Der 54-Jährige gehört seit letztem Frühling dem Gemeinderat an. Seit Anfang Jahr hat er zudem das Amt des Vize-Stadtpräsidenten inne. Die Tätigkeiten als Fasnachtsober liessen sich damit nur schwer verbinden, begründete Gfeller schon zu einem früheren Zeitpunkt. Damals liess er durchblicken, dass er unter anderen Umständen als Ober noch weiter gemacht hätte.

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