Zum Hauptinhalt springen

«Uf u dervo» – bei der LFG schon jetzt

Die Fasnachtsgesellschaft setzt das Motto der nächsten Fasnacht bereits in die Tat um: Neue Mitglieder machen sich in die LFG auf und Ober Markus Gfeller geht davon.

Ober Markus Gfeller (l.) wird nach 2016/2017 das Zepter des höchsten Langenthaler Narren weitergeben. Auf dem Bild stösst er an der Fasnacht 2014 mit seinem Vorgänger Rolf Dünki an.
Ober Markus Gfeller (l.) wird nach 2016/2017 das Zepter des höchsten Langenthaler Narren weitergeben. Auf dem Bild stösst er an der Fasnacht 2014 mit seinem Vorgänger Rolf Dünki an.
Robert Grogg

2016/2017 ist definitiv seine letzte Saison als Ober: Markus Gfeller gibt nach der kommenden Fasnacht das Zepter des höchsten Langenthaler Narren weiter. Dass es so weit kommen könnte, darüber wurde in Fasnachtskreisen und darüber hinaus bereits spekuliert. Warum?

Stadtrat Markus Gfeller (FDP) rutschte diesen Frühling im Gemeinderat nach für die zurückgetretene Chris­tine D’Ingiandi-Bobst (JLL/FDP). Sogleich stand die Frage im Raum, ob es korrekt sei, wenn der Fasnachtsober gleichzeitig in der Stadtregierung vertreten sei. Aus rechtlicher Sicht stehe dem nichts im Wege, hiess es. Aber: «Das beisst sich im historischen Zusammenhang», gab Markus Gfeller gegenüber dieser Zeitung zu Protokoll.

Anlässlich der LFG-Versammlung vom Donnerstagabend wurde schliesslich ein ganz anderer Grund für den Rücktritt ins Feld geführt: Eine interne Umstrukturierung. Die Amtsdauer des Fasnachtsobers soll künftig deutlich kürzer ausfallen. Gfeller wird die Funktion des Oberhaupts neun Jahre lang innegehabt haben. Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin soll den Chefposten nur noch für zwei Jahre «oder ein bisschen länger» besetzen.

Es werde immer schwieriger, Leute zu finden, die sich für lange Zeit für ein Amt verpflichteten, argumentierte Gfeller. Einen Nachfolger konnte die LFG noch nicht präsentieren. Gemäss den Andeutungen dürfte jedoch ein langjähriges Mitglied des LFG-Büros zum Fasnachts­ober gekürt werden. Der oder die Zukünftige soll entlastet werden und vor allem noch repräsentative Aufgaben wahrnehmen.

Den Status der Guggen stärken

Damit die Aufgaben auf mehr Schultern verteilt werden können, holt die LFG neue Komiteemitglieder an Bord. Gleich sechs Neue sollen nach einem Probejahr aufgenommen werden: Andrea Geiser, Markus Huber, Daniel Dubach, Daniela Leibundgut, Benjamin Friedli und Patrizia Schneider.

Die neuen Kräfte werden bei der Fasnachtsgesellschaft für eine Verjüngung sorgen. Einige Kandidaten verfügen zudem über langjährige Guggenerfahrung und werden daher den Status der Guggenmusiken LFG-intern stärken.

Fest steht inzwischen auch, dass die Alte Mühle während der kommenden Fasnacht nicht mehr für närrische Programmpunkte zur Verfügung stehen wird. Ab Herbst sind die Lokalitäten für mehrere Monate besetzt durch den Betrieb des Stadttheaters. Doch auch für künftige Fasnachten scheint die Alte Mühle keine Option mehr zu sein.

Bei der LFG rechnet man nicht damit, dass das Gebäude in absehbarer Zeit durch einen Restaurationsbetrieb belebt und in der Folge für Fasnachtszwecke genutzt werden könnte. So betrieben wie in diesem Jahr, sei die Mühle ein «wesensfremder Aufwand» für die LFG, sagte Gfeller.

Ersatzlos gestrichen wird in diesem Zusammenhang der letztes Jahr spontan übernommene und heuer erstmals durchgeführte Anlass «s Konfetti». Die Veranstaltung konkurrenziere den Gönnerabend und den Schnitzelbankrundkurs zu sehr. Gfeller hofft, dass nun Beizen in die Bresche springen und am Samstagabend ein eigenes Programm auf die Beine stellen.

Als Ersatz für die Mühle hat die Fasnachtsgesellschaft das Forum Geissberg in Aussicht. Es soll nebst den bisherigen Lokalen Bären und katholisches Kirchgemeindehaus als Standort für den Gönnerabend dienen. Am Samstagabend soll im Forum ein Catering für Cliquen organisiert werden.

So trüb die Fasnacht 2016 war, so trüb präsentieren sich auch die Finanzen: Die LFG fuhr einen Verlust von 55'000 Franken ein. Um zusätzliche Erträge generieren zu können, werden nun die Silber- und Kupferplaketten teurer verkauft. Eine silberne gibts künftig für 20 Franken (bisher 15), eine Kupferplakette für 15 Franken (bisher 10).

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch