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Vom eigenen Chef überführt

Wegen mehrfachen Diebstahls verurteilte das Regionalgericht einen Oberaargauer zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse. Der Mann beklaute monatelang seine Arbeitgeberin.

Erst mithilfe einer Videoüberwachung (Symbolbild) kam der Chef seinem Angestellten auf die Schliche.

Erst mithilfe einer Videoüberwachung (Symbolbild) kam der Chef seinem Angestellten auf die Schliche.

(Bild: Roland Schmid)

Johannes Hofstetter

Der Chef verstand die Welt nicht mehr: Aus dem Schrank, in dem seine Mitarbeitenden jeweils den Kassenstock versteckten, wurde immer wieder Geld entwendet. Im Laufe eines Jahres verschwanden über 20000 Franken.

Einbruchspuren waren nie zu sehen, und meist war nur ein Teil des Geldes weg. Leute von auswärts kamen als Täter folglich kaum in Betracht. Trotzdem weigerte der Chef sich lange Zeit, seine Angestellten zu verdächtigen. Erst liess er prüfen, ob mit dem Kassenprogramm etwas nicht stimmte. Es funktionierte tadellos. Nach dem 22. Diebstahl installierte er im Büro, in dem sich der Kasten befand, eine Minikamera. Sie lief nur, wenn das Geschäft geschlossen war. Und sprang an, sobald sich in ihrem Umfeld jemand bewegte.

Berner Zeitung

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