Warum das A la cArte nicht länger offen hat

Langenthal

Auf das Reizthema angesprochen, stellt die Gastronomin Regula Brönnimann die Sinnfrage bezüglich ausgedehnter Öffnungszeiten im zentralen Stadtkafi.

Auf der Zielgeraden: Wenn die Sanierung der Bärenscheune termingerecht abgeschlossen werden kann, eröffnet am 1. Februar im Parterre das Café der Suteria Langenthal.

Auf der Zielgeraden: Wenn die Sanierung der Bärenscheune termingerecht abgeschlossen werden kann, eröffnet am 1. Februar im Parterre das Café der Suteria Langenthal.

(Bild: Daniel Fuchs)

Patrick Jordi@jordipatrick

Im Zuge des Stapi-Wahlkampfs warf Kandidat Hans-Jürg Schmied (parteilos) die Frage auf, weshalb das Restaurant A la cArte nicht auch an Sonntagen geöffnet haben könne. «Ausgerechnet dann nicht, wenn die Leute Zeit haben, die Ausstellung im Kunsthaus zu besuchen», sagte er. Schmied sprach mit den Öffnungszeiten des A la cArte ein Thema an, das in der Öffentlichkeit seit Jahren kontrovers diskutiert wird.

Störend sei es, so hört man, dass ausgerechnet jene Gaststätte, die im zentralsten Langenthaler Gebäude, dem Choufhüsi, beheimatet sei, nur eingeschränkt offen habe. Das A la ­cArte hat einzig am Freitagabend geöffnet – bis 23.30 Uhr. Am Samstag schliesst es um 17 Uhr, wochentags um 18.30 Uhr.

Regula Brönnimann, Betreiberin des A la cArtes, wiegelt ab. Sie glaubt nicht daran, dass ihr Restaurant am Sonntag besonders stark frequentiert würde. Andere Gaststätten im Stadtzentrum, die an diesem Tag offen hätten, könnten die Gästezahlen nicht gerade rühmen. «Ich kann es für das A la cArte allerdings nicht abschliessend beurteilen, da wir noch nie an einem Sonntag geöffnet hatten und dementsprechend die Erfahrungen fehlen.»

Als sie das Restaurant vor drei Jahren übernommen habe, sei eine Frage besonders wichtig gewesen: «Wie oft und wie lange können wir offen haben, um den Betrieb tragbar gestalten zu können?»

Die Öffnungszeiten seien aus dieser Frage heraus erwachsen und in Absprache mit der Stadt als Eigentümerin des Gebäudes festgesetzt worden. Es sei bei der Vertragsunterzeichnung eine ihrer Bedingungen gewesen, die Zeiten an die vormals geltenden Öffnungszeiten anzulehnen. «In diesem Sinne hat die Stadt die Öffnungszeiten abgesegnet», sagt Regula Brönnimann.

Lieber mit Herzblut

Die Gastronomin gibt zu bedenken, dass es unter Umständen gerade die allzu ausgedehnten Öffnungszeiten seien, die dem einen oder anderen Wirt bisweilen das Leben schwer machen würden. Das Gastgewerbe sei ein hartes Pflaster. «Wir wollen im A la cArte nicht stets noch länger offen haben. Lieber beschränken wir uns auf gewisse Zeiten und sind dann aber mit Herzblut bei der Sache.»

Auf Anfrage und für grössere Gesellschaften sei man bereit, auch ausserhalb der normalen Öffnungszeiten einen Zusatzeffort zu leisten, betont Brönnimann.

Die Stadt schreibt dem Restaurant an prominentester Lage im Übrigen nicht vor, dass es zur Belebung des Zentrums beizutragen hat. So weit wollte der Gemeinderat beim Wechsel vor drei Jahren nicht gehen. «Sonst müsste die Stadt den Betrieb am Abend oder am Sonntag subventionieren – und das geht nicht», gab Stadtpräsident Thomas Rufener (SVP) damals zu Protokoll.

Apropos Belebung des Ortskerns: Unterdessen ist bekannt, auf welchen Termin hin das Café der Suteria Langenthal seinen Betrieb im Parterre der Bärenscheune aufnehmen wird. «Wenn nichts mehr Unvorhergesehenes eintrifft, so werden wir am 1. Februar eröffnen», teilt Michael Brüderli, Geschäftsführer der Suteria Chocolata AG, auf Anfrage mit.

Die Bauarbeiten an der zentral gelegenen Bärenscheune sind unterdessen weit vorangeschritten. Der Bau sei auf Kurs. Momentan werde rund um Markus Härdi das Team Langenthal gebildet. Härdi wird die hiesige Suteria-Geschäftsstelle leiten. «Die Vorfreude ist gross. Dies spüren wir anhand der Kontakte und Rückmeldungen aus Langenthal», lässt Michael Brüderli wissen.

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