Warum die Wildsouchilbi bleibt, wie sie ist

Niederbipp

Die Wildsouchilbi vom kommenden Wochenende bewegt sich seit je in ähnlichen Bahnen. Wenn es nach OK-Präsident Simon Burri geht, darf das auch so bleiben.

<b>Simon Burri vor der Hard-Rock-Tankstation.</b> Einem von zehn Stübli an der Wildsouchilbi.

Simon Burri vor der Hard-Rock-Tankstation. Einem von zehn Stübli an der Wildsouchilbi.

(Bild: Olaf Nörrenberg)

Melissa Burkhard

Dieses Wochenende finden sich in Niederbipp wieder diverse Stübli rund um das Räberhus. Freitag und Samstag findet die Wildsouchilbi statt, am Samstag wieder gemeinsam mit dem Herbstmarkt.

Vor achtzehn Jahren hatte man zum ersten Mal die Idee, den traditionellen Herbstmarkt mit einem Stüblifest zu verbinden. Ein Stüblifest ist es geblieben, nur der Name hat sich im Laufe der Jahre geändert.  Es ist ein auffallend junges OK, das sich in diesem Jahr um die Organisation der Chilbi gekümmert hat.

Zwischen 29 und 33 Jahre alt sind die fünf Mitglieder. Die Zusammensetzung wechsle ungefähr alle drei, vier Jahre, sagt OK-Präsident Simon Burri. Der 29-Jährige ist aber bereits seit sieben Jahren dabei. Er wurde damals vom ehemaligen Präsidenten angesprochen, der mit ihm in der freiwilligen Feuerwehr tätig ist. Man suchte einen Kassier, ein passender Job für den Bankkaufmann.

«Ich bin in vielen Vereinen Kassier», sagt Burri und schmunzelt. Dabei geblieben ist er vor allem, weil es so schön sei, am Samstag über die gelungene Chilbi zu laufen und zu sehen, wie die Leute Spass hätten, sagt Burri. 

Immer ein Verein dahinter

Acht Essensstübli und zwei Bars sind dieses Jahr an der Chilbi vertreten. Sie tragen so klangvolle Namen wie Füürwehr-Pinte, Grotto Italiano oder Hard Rock Tankstation. Hinter jedem Stübli steckt ein örtlicher Verein, der seine Aufbauarbeiten selbst organisiert oder sich auch um die Dekoration kümmert.

«Wir sind zwar eine kleine Chilbi, aber dafür kennt man sich.» Simon Burri, OK-Präsident

Für das OK falle deshalb weniger Arbeit an, man könne sich so auf Dinge wie Strom, Bewilligungen oder Sicherheit konzentrieren, sagt Simon Burri.

Darüber hinaus seien sie darum bemüht, dass das Angebot der verschiedenen Stübli facettenreich sei, sich nicht überschneide, und auch, dass kein Preiskampf entstehe. Die meisten Lokale sind seit Jahren an der Wildsouchilbi vertreten, aber auch für neue sei man offen, solange der Platz dies zulasse, so Burri.

Sind Neuerungen überhaupt so wichtig, oder wollen die Besucherinnen und Besucher lieber das Altbewährte? Simon Burri zögert mit seiner Antwort. Natürlich sei es wichtig, auch neue Akzente zu setzen, gleichwohl merke er, dass die Leute immer etwa dasselbe wollten.

«Fehlt mal ein Stübli, dann merken das die Leute sofort und beschweren sich», sagt Burri. Dennoch werde versucht, mit wechselnder Dekoration oder einer musikalischen Untermalung des Herbstmarktes frische Akzente zu setzen. 

Vertraute Gesichter

Vorteil der Stübli sei natürlich auch, dass weniger Kosten fällig würden, wenn kein Zelt gestellt werden müsse, sagt Burri. Das Coolste sei aber, dass man in jedem Lokal auf ein vertrautes Gesicht treffe. Oft sind es Leute, die Niederbipp vor Jahren verlassen hätten oder die man einfach sonst nie zu sehen bekäme. «Wir sind zwar eine kleine Chilbi, aber dafür kennt man sich», sagt Burri.

Nun hofft er am Wochenende vor allem auf schönes Wetter, genug zu essen und viele Besucher, die lange bleiben. Am Konzept mit den verschiedenen Stübli wolle man auf jeden Fall festhalten. «Solange alle vorwärtsmachen und es sich auch bezahlt macht, machen wir weiter.»

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...