Wie ein Sportpanorama für den Oberaargau

Langenthal

Sportfans ­aufgepasst: Auf einer Plattform der Renet AG gibt es neu Filmchen von und über regionale Sportvereine. Die Resonanz ist bereits vor dem offiziellen Startschuss gross.

Matchberichte des FC Langenthal (Spieler im Bild rechts) ­können jetzt auf einer regionalen Facebook-Seite der Renet AG angeschaut werden.

Matchberichte des FC Langenthal (Spieler im Bild rechts) ­können jetzt auf einer regionalen Facebook-Seite der Renet AG angeschaut werden.

(Bild: Marcel Bieri)

Julian Perrenoud

Egal ob Fussball, Eishockey, Unihockey oder Leichtathletik, alle sollen sie ins sozialmediale Rampenlicht treten. Zumindest wenn es nach der Renet AG, dem Unternehmen der lokalen Kabelnetzbetreiber im Oberaargau, geht.

Mit Resports (Regio-Sports) hat sie eine Plattform lanciert, die künftig allen Vereinen im Einzugsgebiet erlauben soll, selbstständig Videos zu produzieren und diese auf einer Facebook-Seite von Renet hochzuladen.

An einer Medienkonferenz im Rahmen des Sommerkinos Langenthal hat die Renet AG den offiziellen Startschuss gegeben. Was klein anfing, soll dereinst gross werden. Der Anspruch, alle Oberaargauer Vereine auf dieser Plattform zu vereinen, scheint laut den Initianten angemessen, «schliesslich sind dem Projekt keine Grenzen gesetzt», sagt Simon Zwahlen, Leiter Marketing bei der Renet AG.

Filme sind besser als Plakate

Die Grundidee ist simpel: Interessierte Vereine erhalten durch die Firma Artext eine zweistündige Schulung darin, Kamera, Laptop und Schnittprogramm zu bedienen. Zudem bekommen sie ein Kamera- und Schnittpultkit zur freien Benützung. Danach liegt es ganz an den Vereinen, welche Inhalte sie über Facebook mit ihren Fans teilen wollen.

Bereits in der Vergangenheit produzierte die Renet AG für den FC Aarwangen und den SC Langenthal kurze Filmchen, die auf breites Echo stiessen. So kam den Verantwortlichen plötzlich der Gedanke: Warum nicht gleich eine eigene Plattform schaffen? So wie etwa My Sports von Kabelnetzbetreiberin UPC. Nur eben regional.

Ein Sportpanorama für den Oberaargau, mit ganz viel Amateurcharme. «Damit revolutionieren wir auch unser Sponsoring-Konzept», sagt Zwahlen. Denn gute Clips seien besser als jede Werbeblache.

Dass das Interesse vorhanden ist, zeigen die ersten Videos, unter anderem Interviews und Matchberichte des FC Langenthal. Ein Beitrag zählt bereits über 1200 Klicks. Je grösser die Reichweite, desto besser, findet auch die Renet AG – und kündet beim Startschuss gleich einen Wettbewerb an: Derjenige Verein, der durch sein Video Ende Jahr am meisten Likes generiert, erhält 1000 Franken in die Vereinskasse.

Bis heute sind der SC Langenthal, der FC Langenthal, der FC Aarwangen sowie der Unihockeyclub Langenthal-Aarwangen im Projekt involviert. Eines, von dem Zwahlen absolut überzeugt ist: «Sonst hätten wir nicht derart viel Arbeit investiert.»

Gute Organisation gefragt

Ein Problem, das Projektleiter ­Simon Zwahlen und Matthias Grossenbacher, Geschäftsführer der Renet AG, sehen, ist die effektive Umsetzung der Videoproduktionen. Damit alles geordnet abläuft und die Filmchen in guter Qualität daherkommen, ist ihrerseits gute Organisation gefragt.

Inhalte werden deshalb redaktionell geplant, das heisst, Vereine müssen ihre Themen im Voraus anmelden. Nach der Einsendung wird das Material gesichtet und gegebenenfalls durch Audio­kommentare und Musik ergänzt. Findet ein Sportereignis am Wochenende statt, sollen die Filmproduktionen jeweils am darauffolgenden Montag online sein.

Mit Resports betreten nicht nur die Oberaargauer Vereine quasi Neuland, sondern auch die Renet AG. Dieses Neuland soll künftig zur angesagtesten regionalen Plattform im Breitensport werden.

Langenthaler Tagblatt

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