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Wo einst Bälle geworfen wurden, wird bald gepaukt

In Thörigen soll ab Sommer eine Basis­stufenklasse geführt werden. Dies in der alten Turnhalle, die hierfür baulich angepasst werden soll. Die Schule reagiert damit auf die steigenden Schülerzahlen.

Die Gemeinde Thörigen reagiert auf die steigenden Schülerzahlen.
Die Gemeinde Thörigen reagiert auf die steigenden Schülerzahlen.
Marcel Bieri

Im Schulverband Bettenhausen-Ochlenberg-Thörigen stellt sich bereits seit vorigem Jahr die In­frastrukturfrage. Dies vor dem Hintergrund, dass die Schülerzahlen gestiegen sind und in den kommenden Jahren noch weiter anwachsen. Insbesondere in Thörigen wird aufgrund der grossen Bautätigkeit mit mehr Kindern gerechnet (wir berichteten).

Mittlerweile ist klar: Um den steigenden Schülerzahlen zu begegnen, will die Bildungskommission bereits auf das kommende Schuljahr hin eine Basisstufenklasse eröffnen. 2015 waren solche Klassen bereits in Ochlenberg und Bettenhausen eingeführt worden. Ursprünglich sei noch darüber diskutiert worden, ob es eine Basisstufe oder nur eine zweite Kindergartenklasse benötige, erzählt Schulleiter Hans Ulrich Burkhalter. Bereits Ende vergangenen Jahres wurde dann aber zugunsten der Basisstufe (Kindergarten sowie 1. und 2. Schuljahr der Primarstufe) entschieden. Die bestehende Kindergartenklasse und die 1. und 2. Klasse am Standort Thörigen werden derweil wei­tergeführt. Für das Schuljahr 2018/2019 werden sich somit laut Burkhalter 54 Kinder auf drei Klassen verteilen. Die Klassengrösse betrage zwischen 17 und 19 Schüler.

Trotz der Neueröffnung wird der Betrieb im nächsten Schuljahr aber wie bisher nur neun Klassen umfassen. Denn gleichzeitig mit der Eröffnung der ­Basisstufe wird der Verband ­eine seiner beiden Realklassen schliessen. Es sei aber nicht ausgeschlossen, sagt der Schulleiter, dass auf das Schuljahr 2020/2021 hin die Eröffnung einer weiteren Klasse nötig werde. Vermutungen diesbezüglich hatte die Bildungskommission bereits vorigen Sommer geäussert. So wird bis in rund zweieinhalb Jahren mit einem Anstieg auf insgesamt 208 Schüler gerechnet. Zum Vergleich: Im Schuljahr 2016/2017 waren es 178.

120 000-Franken-Kredit

Was die Unterbringung der Basisstufe betrifft, wird genau das Realität, was sich bereits 2017 abgezeichnet hatte: Der Verband profitiert davon, dass in der alten Turnhalle beim Schulhaus in Thörigen Platz frei geworden ist. Dies weil die Spielgruppe Säguschiffli die Liegenschaft letzten Sommer in Richtung Landi-Gebäude verlassen hat. Die Turnhalle stand seither aber nicht leer, sondern wurde von der Schule als Gruppenraum genutzt. Nun soll dort eben neuer Schulraum entstehen.

Hierfür muss die Turnhalle nun aber erst einmal für den Unterricht hergerichtet werden. Den für die baulichen Massnahmen nötigen Verpflichtungskredit von 120 000 Franken wird der Gemeinderat am Dienstag den Stimmbürgern zur Genehmigung vorlegen (20 Uhr in der Mehrzweckhalle). Für die Einrichtung der Räumlichkeiten wird anschliessend der Schulverband aufkommen müssen. Wie hoch die Kosten hierfür ausfallen würden, stehe noch nicht fest, sagt Hans Ulrich Burkhalter.

Halle wird aufgeteilt

Aus den Unterlagen für die ausserordentliche Gemeindeversammlung geht hervor, dass der Zugang ins Gebäude über den ehemaligen Geräteraum erfolgen wird. Im Eingangsbereich werden Garderobe und Waschbecken eingerichtet. Die Halle selbst wird für die Basisstufe mittels einer Wand samt Türe und Glaseinsatz in einen Haupt- und einen Ne­benraum aufgeteilt. Im kleineren Teil, in dem ab Sommer unterrichtet werden soll, wird eine Wandtafel montiert, im grösseren Teil ein Holzpavillon zum Spielen erstellt. Gleich nebenan führt gemäss Plan eine Treppe in den separaten Aussenbereich, der mit einem Sandkasten sowie einem Sitzquader ausgestattet wird.

Auseinandersetzen musste sich die beauftragte Arbeitsgruppe auch mit den hallenden Räumen und der Beleuchtung. So sollen nun auf drei Wandseiten Akustikplatten montiert werden. Zudem werden, wie Hans Ulrich Burkhalter erklärt, die bestehenden Lampen ersetzt und tiefer gehängt. Weitere Kostenpunkte betreffen unter anderem Maler-, Schreiner- und Sanitärarbeiten sowie die Sonnenstoren für die Beschattung.

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