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Oberländer Rohstoff mit Zukunft

BallenbergHolzverarbeitung hat Tradition und Zukunft. Die Berner Oberländer Arbeitsgemeinschaft für das Holz besichtigte an ihrer Hauptversammlung Beispiele mit Tradition und Zukunft.

Das «Haus von Matten» ist ein Fleckenbau aus dem 16.Jahrhundert. Im Freilichtmuseum Ballenberg wurde es so ausgebaut, dass es modernen Wohnkomfort bietet und zugleich fast den Minergiestandard erfüllt. BEO Holz liess sich das Haus an der Hauptversammlung vom Freitag vorstellen – als gutes Beispiel, wie sich Tradition und Moderne im Holzbau verbinden lassen. Potenzial besser nutzen «Holzverarbeitung hat im Berner Oberland dank innovativen Betrieben eine lange Tradition», ist BEO-Holz-Präsident Erich von Siebenthal überzeugt. Damit aber das Potenzial des einheimischen Rohstoffs noch besser ausgeschöpft wird, knüpfte BEO Holz auch 2010 unermüdlich Verbindungen zwischen Waldbesitzern, Fachleuten aus allen Bereichen der Holzverarbeitung und Bauherrschaften. Die Aktivitäten reichten von direkten Kontakten mit Architekten, Planern und Bauherrschaften über politische Stellungnahmen bis zum Politikapéro bei der innovativen Holzverarbeitungsfirma Peter Holz AG in Blumenstein. «Die Firma ist ein gutes Beispiel für die vielen guten Oberländer Verarbeitungsbetriebe, und sie zeigt, wie wichtig solche Betriebe für die Wirtschaft der Täler und die dezentrale Besiedlung sind», sagte von Siebenthal. Weitere zukunftsträchtige Möglichkeiten präsentierte BEO-Holz mit ihrem ersten Anlass im laufenden Jahr, dem Holztag in Spiez zum Thema «Hochhaus in Holzbauweise», oder auch mit Beispielen in ihrem Jahresbericht, die von modernster Architektur über Sportgeräte und Möbel bis zur effizienten Holzenergienutzung reichen. Unerwarteter Gewinn Trotz den beschränkten Mitteln von BEO Holz schloss die Rechnung des vergangenen Jahres bei einem Aufwand von 51720 Franken mit einem unerwartet hohen Gewinn von 18211 Franken, wie Präsident von Siebenthal zufrieden feststellte. «Alle haben motiviert mitgearbeitet, und die Sponsorengelder haben die Erwartungen übertroffen», erklärte er die angenehme Überraschung. Für 2011 plant die Arbeitsgemeinschaft unter anderem wieder ein Politikapéro sowie eine Sonderausstellung zum UNO-Jahr des Waldes an der Neuland-Ausstellung Thun. Die Arbeitsgruppe «Holz als Baustoff» will sich neben ihrem regelmässigen Informationsaustausch und der Beratung von Bauherrschaften auch dafür einsetzen, dass Berner Oberländer gute Projekte für den Schweizer Holzpreis Prix Lignum 2012 einreichen. Die Arbeitsgruppe «Holzenergie» veranstaltet am 21.Oktober in Grindelwald einen Informationsnachmittag über Fernwärmeanlagen und Luftreinhaltung. Zudem hat die Gruppe einen Ausschuss für die Förderung von Holzenergie bei Projekten der öffentlichen Hand eingesetzt. «Das Emmental und das Berner Oberland haben zwar die dichteste Holzenergieversorgung im Kanton», sagte Arbeitsgruppenleiter Hanspeter Abbühl. «Aber auch hier ist das Potenzial noch wesentlich grösser. Die Versammlung vom Freitag genehmigte sämtliche Geschäfte einstimmig und bestätigte den Präsidenten sowie die bisherigen Vorstandsmitglieder mit Applaus im Amt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Hanspeter Abbühl, Ingenieur aus Därstetten, Andreas Ritschard, Präsident des Waldbesitzerverbandes Oberhasli-Interlaken, und Architekt Ruedi Zahler, Architekt aus Scharnachtal.Sibylle Hunzikerwww.beoholz.ch>

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