13 Millionen für den Betelberg bewilligt

Lenk

Die ausserordentliche Generalversammlung der Bergbahnen-Genossenschaft stimmte dem Kredit zum umfangreichen Ausbauprojekt Beschneiung mit Speichersee am Betelberg zu.

Mit einer Bildtafel und durch die Profile werden die Wandernden am Betelberg auf das Projekt Speichersee aufmerksam gemacht. Ringsum das herrliche Panorama mit dem Wildstrubel. Fotos: Fritz Leuzinger

Mit einer Bildtafel und durch die Profile werden die Wandernden am Betelberg auf das Projekt Speichersee aufmerksam gemacht. Ringsum das herrliche Panorama mit dem Wildstrubel. Fotos: Fritz Leuzinger

Vom Transportunternehmen zum Bergerlebnis-Anbieter: Dahin gehen die Zukunftspläne der Lenk-Bergbahnen. Bereits an der Generalversammlung im Mai hatten sie diese vorgestellt.

Am Betelberg heissen die zielgerichteten Vorhaben für Winter- und Sommererlebnisse: ein Speichersee auf der Agenmatte und nahezu eine Verdoppelung der Pistenbeschneiung. Die Zielgerade ist zwar erreicht, aber es gibt noch einige Steine aus dem Weg zu räumen.

Geschäftsführer Nicolas Vauclair ist entschlossen: «Vor allem für die durch den Kanton als nicht bewilligungsfähig bezeichnete Sommerinszenierung mit Spielplatz am künftigen Speichersee müssen die Stolpersteine entfernt und muss weitergekämpft werden.»

Der ausserordentlichen Generalversammlung der Bergbahnen-Genossenschaft vom Freitagabend in der Mehrzweckhalle im Schulhaus Lenk lag die Krediterteilung Beschneiung Betelberg von 13 Millionen Franken vor.

Präsident André Troxler konnte 378 Genossenschafter und «Härzbluet»-Betelberger begrüssen. Der aktuelle Stand der im Frühling lancierten Genossenschaftskapitalerhöhung ist 3,1 Millionen Franken. Präsident Troxler: «Wir glauben daran, dass die noch ausstehenden Anteilscheine gezeichnet werden, um die beschlossenen 3,3 Millionen zu erreichen. Unser Finanzierungsplan 2019 bis 2026 ist vernünftig, durchdacht und auch machbar.»

Skigebiet Betelberg ist von zentraler Bedeutung

«Das Skigebiet Betelberg hat für den Tourismusort Lenk und seine Familiengäste eine zentrale Bedeutung», so Geschäftsführer Vauclair zur Vorstellung des Vorhabens. Die Beschneiung umfasst den Speichersee, die Pumpstation, eine 10 Kilometer lange Hauptleitung sowie 51 Schnee-Erzeuger und Lanzen. Im Kostenvoranschlag von 13 Millionen Franken sind auch die Stromversorgung und verschiedene Geländekorrekturen enthalten.

«Wir glauben daran, dass die noch ausstehenden Anteilscheine gezeichnet werden, um die 3,3 Millionen zu erreichen.»André Troxler, Verwaltungsratspräsident der Lenk-Bergbahnen

Unter Vorbehalt der Entscheide der Lenker Gemeindeversammlung vom 29. Oktober und der auf Ende Februar 2020 zu erwartenden Genehmigung und Baubewilligung des Kantons rechnet Geschäftsführer Vauclair am 9. März 2020 mit dem Erstellen einer Materialseilbahn und am 4. Mai mit dem Baubeginn des Speichersees. Im September 2020 sollte der Speichersee gefüllt werden können.

Keine Einsprachen bei der Gemeinde eingegangen

Für den Lenker Gemeindepräsidenten René Müller ist der Kreditbeschluss von 13 Millionen mit nur einer Gegenstimme erfreulich. Auch die offiziell publizierte Auflage im Amtsanzeiger ging ohne Einsprache über die Bühne.

An der Gemeindeversammlung werden die Lenker Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Überbauungsordnung Beschneiung Betelberg zu befinden haben. Zum Zweiten sind für die Genossenschaft Lenk Bergbahnen 4 Millionen beantragt.

Mit einer Million sollte die Unternehmung in Form von Anteilscheinen und mit 3 Millionen als verzinslichem Darlehen unterstützt werden. Gemeindepräsident Müller sieht der Gemeindeversammlung mit Zuversicht entgegen.

Zu Beginn der Versammlung wurde der kürzlich verstorbene Alt-Verwaltungsrat Albert Sommer mit einer Schweigeminute geehrt.

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