26 Arbeitslose weniger im Oberland

Drei von vier Verwaltungskreisen verzeichnen eine Abnahme der Arbeitslosen im letzten Monat. Auch schweizweit ging die Zahl zurück, im Kanton Bern hingegen nahm sie zu.

Im Sommer wird viel gebaut, wie hier in Grindelwald.

Im Sommer wird viel gebaut, wie hier in Grindelwald. Bild: Bruno Petroni

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Während in allen sechs übrigen Verwaltungskreisen des Kantons Bern die Arbeitslosenzahlen angestiegen sind, haben diese in den Oberländer Kreisen ­abgenommen. Die einzige Ausnahme ist der Kreis Thun. Am grössten war die Abnahme im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli mit 27 Stellenlosen weniger als im Vormonat Juni. Somit werden im Berner Oberland zurzeit insgesamt 1112 Arbeitslose gezählt – das sind 26 weniger als im Juni, was die Quote um 0,25 Prozent auf 0,85 Prozent reduziert.

Die Zahlen: Thun: 681 Arbeitslose (+8 gegenüber dem Vormonat), Quote 1,2 Prozent (+0,1 Prozent).
Obersimmental-Saanen: 63 (–1), Quote 0,7 Prozent (0 Prozent).
Frutigen-Niedersimmental: 197 (–6), Quote 0,9 Prozent (–0,1 Prozent).
Interlaken-Oberhasli: 171 (–27), Quote 0,6 Prozent (–0,1 Prozent).

Kanton mehr, Schweiz weniger

Im Kanton Bern ist die Arbeitslosigkeit von 9398 (Juni) um 140 auf neu 9538 Personen angestiegen, die aktuelle Quote beträgt unverändert 1,7 Prozent. Gesamtschweizerisch hingegen ging die Zahl um 527 zurück auf 106 052 Personen (Quote 2,4 Prozent). Dabei beläuft sich der Anteil der Langzeitarbeitslosen (über ein Jahr) auf 14 Prozent, 25,6 Prozent sinds bei 7 bis 12 Monaten; bei den Kurzzeitarbeitslosen (bis zu 6 Monate) ist der Wert bei 60,4 Prozent.

Fehlende Anschlusslösungen

Der Anstieg der landesweiten Arbeitslosigkeit ist laut Volkswirtschaftsdirektion (Beco) typisch für die Monate Juli und August; er ist darauf zurückzuführen, dass nicht alle Ausbildungsabgänger eine Anschlusslösung finden. So stieg bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Zahl der Arbeitslosen um 191 Personen auf 1185 an.

Wie bereits im Vormonat Juni ist die Zahl der Arbeitslosen in den Berufen des Gast- und Baugewerbes, aber auch in Industrie und Gewerbe gesunken.

Die Saisonbereinigung

Bereinigt um die saisonalen Einflüsse stieg die Arbeitslosigkeit leicht an. Gemäss Modellberechnungen des Beco stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote von 1,8 auf 1,9 Prozent an. Bei der Saisonbereinigung werden regelmässige jahreszeitliche Einflüsse aus der Monatsstatistik eliminiert, um die konjunkturbedingten Veränderungen der Arbeitslosenzahlen zu unter­suchen. Die jahreszeitlichen Schwankungen kommen durch die Witterung (Gast- und Baugewerbe) oder institutionelle Termine (Ausbildungsabschlüsse, Feiertage, Ferien) und anderes zustande. (Berner Zeitung)

Erstellt: 09.08.2018, 19:00 Uhr

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