Badi-Sanierung wird sehr deutlich angenommen

Eine klare Mehrheit der Stimmbürger ist der Ansicht, dass Adelboden ein Freibad braucht und zwar ein saniertes. 2,6 Millionen Franken wurden bewilligt, dazu kommen jährliche Betriebsbeiträge von 100 000 Franken.

Das Schwimmbecken, das 2004 verkleinert wurde, wird nun wieder ausgebaut.

Das Schwimmbecken, das 2004 verkleinert wurde, wird nun wieder ausgebaut. Bild: Hans Rudolf Schneider

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Die Freude ist gross und hörbar am Telefon: Daniel von Allmen, Gemeindepräsident und Präsident der Planungsgruppe, hat «ein spitzeres Ergebnis erwartet» und freut sich über die grosse Unterstützung der Bürger für das Freibad Gruebi. 1271 Ja (85,2 Prozent) stehen 221 Nein gegenüber, und das bei einer Stimmbeteiligung von 60,4 Prozent. Und das Resultat hat Folgen für den Steuerzahler.

Er hat einem Bau- und Sanierungskredit von 2,6 Millionen Franken und jährlichen Betriebsbeiträgen von 100 000 Franken zugestimmt. «Es war still vor der Abstimmung. Eine gewisse Skepsis war eher bei den Betriebsbeiträgen als beim Kredit spürbar», sagt von Allmen. Das Resultat hat ihn deshalb erstaunt. Auch René Müller zeigt sich im Namen des Gemeinderates erfreut über die grosse Unterstützung für das Projekt.

Jetzt gehts ins Detail

Die Überzeugungsarbeit ist getan, jetzt geht es an die handwerkliche. Gemäss Daniel von Allmen wird die Planungsgruppe wohl anders besetzt für die anstehende neue Phase, dann stehen die Ausführungs- und Detailarbeiten an. «Wichtig ist, dass wir die Kosten im Griff behalten. Und dazu gehört auch die Gründung der IG Pro Gruebi, einer Art Förderverein. Dieser ist im Sponsoring ein wichtiger Teil, wir wollen die Leute an das Bad binden.»

Wer übernimmt den Turm?

Vorgesehen ist, dass einzelne Teile des über 80 Jahr alten Baus von Beda Hefti gesponstert werden können. Ein Stahlrohrstuhl wie damals kann für 500 Franken gekauft werden, der Sprungturm kostet dann schon 55 000 Franken und die Wiederherstellung des 50 m-Beckens 565 000 Franken. Wieviel die Denkmalpflege und der Sportfonds allenfalls übernehmen, ist noch offen.

Im Endausbau soll das Gruebi-Bad fast dem Ursprungszustand von Anfang der 1930-er Jahre entsprechen, das heisst mit einem 50-Meter-Becken, einen Sprungturm, einem runden Kinderbecken, reaktivierten Garderoben und Warmwasseraufbereitung sowie einem Musikpavillon. Als Konzession an dieModerne soll eine Kinderrutsche Platz haben. Der Restaurantbereich wird eine überdachte Terasse erhalten, damit auch nicht wassergebundene Anlässe stattfinden können. Schliesslich ist die reine Badesaison auf 1400 Metern über Meer jeweils auf kurze drei Monate beschränkt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 03.04.2016, 13:13 Uhr

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