Brienz-Rothorn-Bahn ist nach 125 Jahren auf Kurs

Die Jahresrechnung 2016 der Brienz-Rothorn-Bahn schliesst mit einem Plus von 230'911 Franken. An der Jubiläumsgeneralversammlung wurde diese genehmigt und der Verwaltungsrat bestätigt.

Der alte und wiedergewählte Verwaltungsrat (v. l.): Martin Mühlethaler, Simon Koller (Direktor), Thomas Bähler, Katrin Nägeli, Olivier Jobin, Peter Flück (Präsident), Brigit Fischer und Dres Flück.<p class='credit'>(Bild: Beat Jordi)</p>

Der alte und wiedergewählte Verwaltungsrat (v. l.): Martin Mühlethaler, Simon Koller (Direktor), Thomas Bähler, Katrin Nägeli, Olivier Jobin, Peter Flück (Präsident), Brigit Fischer und Dres Flück.

(Bild: Beat Jordi)

«Die Brienz-Rothorn-Bahn jubiliert. Sie dampft, zischt und stampft seit 1892 der schönsten Aussicht im Berner Oberland zu», ist einer einladenden Schrift der BRB zu entnehmen. Verwaltungsratspräsident Peter Flück konnte 390 Aktienvertreterinnen und -vertreter mit 32'434 Stimmen, was 23,3 Prozent des Aktienkapitals entspricht, auf dem Ballenberg begrüssen.

In seinem Rückblick auf die 125-jährige Geschichte der Bahn zeigte er sich begeistert über den Pioniergeist, der die Gründer wie auch spätere Verantwortliche immer wieder auszeichnete.

«Es ist immer wieder eine Herausforderung, in sechs Monaten ein Resultat zu erzielen, das die Investitionen und Kosten für das ganze Jahr deckt. Darum sind fehlende Mittel fast ein Dauergast in den Rechnungen der Bahn. Ohne die vielseitige, grosse Unterstützung, insbesondere durch den Verein Dampffreunde BRB, wäre das Weiterbestehen der Bahn schon mehrmals extrem schwierig geworden», räumte Peter Flück mit einem Blick auf die Zahlen ein.

Der Bahnbetrieb schliesst positiv ab

Die von Thomas Bähler präsentierte Jahresrechnung 2016 schloss mit einem Unternehmensergebnis von plus 230'911 Franken ab, das zur Tilgung von Vorjahresverlusten verwendet wurde.

Dabei wurde das positive Bahnergebnis durch den Verlust aus dem Betrieb und die Abschreibungen des Berghauses Rothorn Kulm geschwächt. Das Eigenkapital stieg auf 13,3 Millionen Franken.

Bei der Präsentation der Zahlen unterstrich Thomas Bähler mit Nachdruck die Leistungen des Vereins Dampffreunde BRB, dessen rund 40'000 Mitglieder im Berichtsjahr mit mehr als einer Million Franken Spendengeldern Erneuerungs- und Sanierungsprojekte mittrugen.

So läuft beispielsweise die Aktion 5S, das Investitionspaket in Schotter, Schwellen, Schienen, Stangen (Zahnstangen) und Stützmauern, noch bis 2018, dem Jahr der Konzessionserneuerung, und wird knapp acht Millionen Franken gekostet haben.

Das sind rund 1000 Franken pro Laufmeter Bahntrassee, die von den Dampffreunden massgeblich mitfinanziert wurden.

Die Versammlung genehmigte mit grossem Mehr die Jahresrechnung sowie die Verwendung des Bilanzergebnisses und be­stätigte den gesamten Vorstand für eine weitere Amtsdauer von 3 Jahren.

Zahnstangenkuh undJubiläumsangebot

Dass aus einer ausgeleierten Zahnstange noch ein trendiger Fanartikel, verpackt mit originellen Putzfäden im Geschenkkarton, entstehen kann, zeigte Bahndirektor Simon Koller dem Publikum.

Die Zahnstangenkuh ist im Geschenkshop zu haben. Für das Jubiläumsjahr hat die Bahn ein Wunschbuch zusammengestellt, das für grosse und kleine Spender Möglichkeiten für eine Sympathiebezeugung bietet.

Im Laufe des Sommers soll auch die renovierte Lok-7-Komposition wieder in neuem Glanz losdampfen. Für die Jubiläumssaison offeriert die Bahn für 100 Franken eine Fahrt aufs Rothorn mit Übernachtung und Frühstück im Berghaus Rothorn Kulm.

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