Interlaken

Die IBI sollen Aktiengesellschaft werden

InterlakenDer Gemeinderat Interlaken beabsichtigt, seine Indus­triellen Betriebe als Energie- und Wasserlieferant in zwei Jahren in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Mit dem Ziel, auch in Zukunft als flexibler, schlagfertiger Energieversorger im Markt der ­Zukunft bestehen zu können.

Die IBI sollen nach dem Willen des Gemeinderats in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden.

Die IBI sollen nach dem Willen des Gemeinderats in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Bild: Peter Wenger

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«Seit mehr als hundert Jahren beliefern unsere Industriellen Betriebe Interlaken (IBI) die drei Gemeinden Interlaken, Matten und Unterseen erfolgreich mit Strom, Gas und Wasser. Die IBI als selbstständiges Unternehmen gehören seit 1904 zu hundert Prozent der Gemeinde Interlaken», ist Urs Graf, Gemeindepräsident von Interlaken, stolz auf das gesunde, gut aufgestellte Unternehmen.

Um dieses auch für die Zukunft fitzuhalten, schlagen der Gemeinderat und der Verwaltungsrat der IBI eine Änderung der Rechtsform vor: Die IBI sollen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. «Der Energiemarkt befindet sich im Wandel. Flexibilität ist gefragt. Ausgerüstet mit einer modernen, zukunftsorientierten Struktur, können die IBI als Unternehmen ihre Position erfolgreich behaupten», ist Peter Hollinger, Verwaltungsratspräsident der IBI, überzeugt.

Klare Grundsätze

Die Rechtsformänderung ist weder eine finanz- noch eine energiepolitische Vorlage. Seit einem halben Jahr sind umfangreiche Abklärungen im Gang, die zu wichtigen Grundsätzen geführt haben, welche bei der Umwandlung der IBI in eine AG zwingend zu beachten sind: So soll es klar keine Privatisierung geben – die Aktien bleiben im Besitz der öffentlichen Hand –, die Partnergemeinden Matten und Unterseen können als Minderheitsaktionäre zu Miteigentümern werden. «In den kommenden Arbeiten für die geplante Rechtsformänderung hat das Personal einen hohen Stellenwert. Die soziale Grundhaltung gegenüber den Mitarbeitenden wird auch in der privatrechtlichen Zukunft garantiert bleiben», versichert Helmut Perreten, Direktor der IBI.

Ein ehrgeiziges Ziel

Die Umwandlung der IBI in eine Aktiengesellschaft soll am 1. Januar 2019 möglich werden. Die Projektorganisation sieht eine Begleitgruppe des Grossen Gemeinderats Interlaken und der Vertreter der Nachbargemeinden vor. Die erarbeitete Vorlage wird den Stimmbürgern in Interlaken in einer Urnenabstimmung im Herbst 2018 zur Genehmigung vorgelegt. In Matten und Unterseen soll an einer Gemeindeversammlung grünes Licht für das Projekt erteilt werden. Ein ehrgeiziges Ziel – nicht nur, was die Zeit angeht. (Berner Oberländer)

Erstellt: 30.08.2017, 10:50 Uhr

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