Lenk

Ein Konzept für die Dorf-Zukunft

LenkZur Neugestaltung des ganzen Dorfkerns besteht umfangreicher Handlungsbedarf. Für insgesamt 4,755 Millionen Franken sind am Strassennetz Sanierungen geplant.

Im Dorfkern ist die untere Rawylstrasse mit den seitlichen Anpassungen von Trottoir und Fahrbahn sowie mit der Aufhebung der Längsparkplätze ein Sanierungsschwerpunkt.

Im Dorfkern ist die untere Rawylstrasse mit den seitlichen Anpassungen von Trottoir und Fahrbahn sowie mit der Aufhebung der Längsparkplätze ein Sanierungsschwerpunkt. Bild: Fritz Leuzinger

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Die Gemeinde Lenk plant mit den Bergbahnen und dem Tourismus für die Zukunft. Der kommunale Richtplan zur räumlichen Entwicklung im Jahr 2011 sowie der Richtplan Verkehr 2013 sind die Basis dazu. Der Informationsabend vom Dienstag mit zwei aussichtreichen Konzeptvorlagen stiess auf reges Interesse.

Zur Sanierung des Lenker Dorfkerns verbunden mit Verbesserungen der Attraktivität sprach Jakob Trachsel, Bauverwalter. Das zweite Thema zu weiträumigen Beschneiungsanlagen mit Speichersee am Betelberg hat Geschäftsführer Nicolas Vauclair von den Lenk-Bergbahnen vertreten.

Gemeindepräsident René Müller durfte in der Mehrzweckhalle gegen 200 Einheimische und Gäste zum politischen Start in die neue Legislatur begrüssen.

Sanierung statt Umfahrung

An der Lenk kommen die Strassen vom Bühlberg und aus dem Oberried mit der Aegerten- und der Rawylstrasse im Dorfzentrum zusammen.

Das heutige Strassennetz ist mit dem Kleinkreisel und der Kreuzung zwar grosszügig und übersichtlich. Bauverwalter Trachsel in seinen Ausführungen: «Bestehende Strassen können im Vergleich zu Umfahrungslösungen mit weniger Geld saniert und optimiert werden. Vorab gilt die Sorgfaltspflicht zum Erhalt des schönen Ortsbildes – Strassenplanung kommt auch dem Ortsmarketing gleich.»

Die Strassenquerschnitte werden für den rollenden Verkehr optimale Voraussetzungen schaffen. Mit der räumlichen Anpassung von Fahrbahn und Trottoir wird zum Normalverkehr auch das Kreuzen zwischen LKWs möglich. Zudem werden im Zentrum Parkplätze geschaffen. Die Trottoirs werden abgesenkt und mit Kopfsteinpflaster belegt. Gleichzeitig wird das gesamte Leitungsnetz für die Wasserversorgung und die Kanalisation ersetzt.

Ebenso wird die über 60 Jahre alte und als Stromfresser bezeichnete öffentliche Beleuchtung saniert. Der Zeitplan der etappenweisen Realisierung über 4,755 Millionen Franken wird durch die zu beschliessenden Kredite bestimmt. Das erste Begehren wird frühestens der Gemeindeversammlung im Juni 2018 vorliegen.

Die Betelberg-Beschneiung

Der Betelberg ist das Lenker Skigebiet des Aufenthaltsgastes für Familien mit Kindern wie auch für den Genussskifahrer. Nicolas Vauclair, Geschäftsführer der Lenk-Bergbahnen: «Der Betelberg ist der Garant für Übernachtungen an der Lenk. Schnee­sicherheit zu Weihnachten ist ­erforderlich, zudem muss die be­stehende Beschneiung der Pisten Wallegg und Tschuggen leistungsbedingt erneuert werden.»

Es ist vorgesehen, die Verbindungen vom Leiterli zu den beiden bereits beschneiten Pisten sowie die Hauptpiste bis zur Mittelstation Stoss und um den Balmenlift auch zu beschneien.

Mit einem Speichersee auf der Agematte mit circa 75'000 Kubikmeter Wasser kann der Wassernachweis erbracht werden. Im Endausbau sind es 10,5 Kilometer Wasserleitungen mit 126 Zapfstellen. Die Gesuchsunterlagen zum 12-Millionen-Beschnei­ungsprojekt liegen vor und gehen demnächst zu den kantonalen Amtsstellen in die Vorprüfung.

Nach der öffentlichen Auflage und der Zustimmung durch die Gemeindeversammlung im Dezember 2018 ist der Baubeginn zur ersten Etappe im April 2019 vorgesehen.

(Berner Oberländer)

Erstellt: 24.01.2018, 15:52 Uhr

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