Interlaken

Gut für ein ungerades Jahr

InterlakenTrotz einem Minus in der Erfolgerechnung sind die Verantwortlichen der Congress Centre Kursaal AG mit dem Geschäftsjahr 2017 zufrieden.

Die Geschäfte in Kursaal und Casino liefen laut den Verantwortlichen 2017 gut – für ein ungerades Jahr.

Die Geschäfte in Kursaal und Casino liefen laut den Verantwortlichen 2017 gut – für ein ungerades Jahr. Bild: Fritz Lehmann

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An das Rekordjahr 2016 konnte die Congress Centre Kursaal Interlaken (CKI) im letzten Geschäftsjahr nicht anknüpfen. Damals verzeichnete man einen Umsatz von 6,8 Millionen und einen Gewinn von fast einer Million Franken.

Nun betrug der Umsatz 6,3 Millionen Franken, und nach Abzug von Zinsen und Steuern schaut ein Verlust von knapp 100'000 Franken heraus, wie die Verantwortlichen am Mittwoch informierten.

Trotzdem zeigte sich Verwaltungsratspräsident Claude Thomann mit dem Resultat zufrieden. Schliesslich habe man erstmals darauf verzichtet, von der Tochter Casino Interlaken AG eine Dividende an die CKI aus­zuzahlen. «Damit wären wir im Gewinnbereich gewesen.»

Betriebskosten auf tiefem Niveau stabilisiert

Thomann verwies auf den zyklischen Verlauf des Kongresswesens. «Die ungeraden Jahre sind immer klar schwächer.» Er lobte das Team um die scheidende Isabel Wirth, General Manager (siehe Text unten). «Die Betriebskosten konnten auf tiefem Niveau stabilisiert werden, wodurch wir umsatzschwache Jahre besser kompensieren können.»

Allerdings seien die Möglichkeiten in diesem Bereich wohl ausgeschöpft. «Schliesslich darf es nicht zulasten der Qualität gehen», wie Isabel Wirth betonte. «Diese ist unser bestes Verkaufsargument.»

Gute Vorzeichen für das ­laufende – gerade – Jahr

Das laufende Jahr scheint den Wechsel von fetten und mageren Jahren zu bestätigen. Die bis zum 1. Januar getätigten Buchungen dürften einen Umsatz von 3,8 Millionen Franken ausmachen. Damit übertrifft man den Vergleichswert aus dem Rekordjahr 2016 um fast 800'000 Franken. «Und auch für die folgenden Jahre sieht es gut aus», meinte Isabel Wirth.

Um langfristig erfolgreich zu sein, müsse man aber auch neue Wege beschreiten. Ab 2020 will die CKI selbst den Swiss Outdoor & Adventure Summit organisieren.

Dieser soll sich als grösster Branchenanlass der Schweiz etablieren. Zurzeit erarbeite man das Programm. Als Auftakt bemüht sich die CKI um die Durchführung des European Outdoor Summit 2019. «Da sind wir in der Endausmarchung», erklärte Isabel Wirth.

Das Glück der Araber ist das Pech des Casinos

Casino-CEO Oliver Grimm berichtete von einem guten Jahr «trotz immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen». Das Casino verzeichnete zwar drei Prozent mehr Gästeeintritte – insgesamt 95'000 –, aber einen leichten Rückgang beim Bruttospielertrag auf 10,8 Millionen Franken. Dabei spielte einerseits die Konkurrenz online, andererseits auch jene von illegalen lokalen Anbietern eine Rolle.

«Und es geht halt um Glücksspiele», meinte Grimm. «Gäste aus dem arabischen Sprachraum realisierten in den Sommermonaten hohe Gewinne, was unseren Umsatz bei den Tischspielen negativ beeinflusste.»

Auf der Plusseite notierte Grimm, die stabilen Umsätze im Automatenspiel – trotz der wachsenden illegalen Konkurrenz – und die hohe Gästeloyalität. «Viele unserer Gäste kommen seit über zwanzig Jahren. Das zeigt auch, dass sie das Spielen im Griff haben.» (Berner Oberländer)

Erstellt: 11.05.2018, 08:26 Uhr

Neues Geldspielgesetz

Oliver Grimm, CEO der Casino Interlaken (CI) AG, nutzte die Medienorientierung, um für das neue Geldspielgesetz zu weibeln. Dieses werde in den Medien oft als ein Gesetz für die Casinos bezeichnet, was nicht korrekt sei. «Hauptsächlich werden die Lotterien geschützt», hält Grimm fest.
Denn vor allem diese würden unter dem illegalen Angebot von Sportwetten leiden. «Das ist ein riesiger Markt, der sehr schnell weiterwächst.
Das neue Gesetz stärke den Kampf gegen Spielsucht und Geldwäscherei und stelle sicher, dass die Geldspielerträge dem Gemeinwohl zuflössen.
Bei einer Annahme werde die CI den Einstieg ins Onlinegeschäft prüfen. «Aber ohne Kooperation mit einem grossen ausländischen Partner macht das keinen Sinn.» Direkt würde die CI aber von der Aufwertung der B-Konzession profitieren. «Das würde uns neue Chancen eröffnen.»

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