Jungfraubahn erzielt Rekordergebnis

Gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres steigerte die Jungfraubahn den Betriebsertrag um fast 9 Prozent. Dies trotz mehrerer wetter­bedingter Ausfalltage.

Zurück vom Jungfraujoch: Eine Komposition der Jungfraubahn nähert sich der Kleinen Scheidegg.

Zurück vom Jungfraujoch: Eine Komposition der Jungfraubahn nähert sich der Kleinen Scheidegg. Bild: Bruno Petroni

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Rekordkurs der Jungfraubahn hält auch in diesem Jahr an: Mit einem Betriebsertrag von 100,2 Millionen Franken erzielte sie im ersten Halbjahr einen Zuwachs von 8,7 Prozent. 466'300 Gäste reisten seit Anfang Jahr auf das Jungfraujoch, was einer Zunahme von 0,4 Prozent entspricht.

«11 Ausfalltage aufgeholt»

«Vor zehn Jahren entsprachen die 20 Millionen Franken unserem Jahresgewinn. Jetzt ist dieselbe Summe unser Gewinn aus dem ersten halben Betriebsjahr», zeigt sich Direktor Urs Kessler erfreut über den anhaltenden Erfolg des Bahnunternehmens. Die 21,1 Millionen Franken Gewinn bedeuten eine Zunahme von 18,5 Prozent gegenüber dem letzten Jahr.

Trotz des schwierigen Starts in das Jahr wegen föhnbedingter Ausfalltage konnte die Jungfraubahn bei den Besucherfrequenzen und auch beim Nettoverkehrsertrag das bisherige Rekordvorjahr leicht übertreffen. «Dass wir den Ausfall von elf Tagen aufholen konnten, freut mich besonders», so CEO Urs Kessler. Der Netto­verkehrsertrag beim Segment Jungfraujoch liegt mit 48,6 Millionen um 2,4 Prozent höher als im ersten Semester 2017. Der Durchschnittsertrag konnte im ersten Halbjahr um 2 Prozent gesteigert werden.

Erstmals wurde beim Jungfraujoch vor drei Monaten ein Hochsaisontarif eingeführt, der bis zum Ende dieses Monats gültig ist.

Jungfraubahnen-CEO Urs Kessler im Video-Interview. Video: zvg/Jungfraubahnen

«Ein weiteres Highlight»

Gemäss der gestern veröffentlichten Medienmitteilung der Jungfraubahn konnte das Unternehmen bei den Erlebnisbergen eine markante Steigerung verzeichnen. «Für mich persönlich ein weiteres Highlight unseres ersten Halbjahres 2018», sagt Kessler. Insbesondere die Adventure-Angebote auf Grindelwald First sowie die guten Wetterbedingungen im zweiten Quartal begünstigten das hohe Gästeaufkommen.

Gesamthaft belief sich der Netto­verkehrsertrag bei den Erlebnisbergen auf 7,3 Millionen Franken, was eine Zunahme von 24,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der frühere Start in die Sommersaison durch die Ausdehnung der Saisonzeiten hat sich wie bereits 2017 positiv ausgewirkt.

Fast 834'000 «Skier Visits»

Trotz eines frühen Starts in die Wintersaison im November 2017 gestaltete sich das Wintersport­geschäft in der Saison 2017/2018 weiterhin herausfordernd. Für die Periode von Neujahr bis zum Saisonschluss im April registrierte die Jungfrau-Skiregion, an der die Jungfraubahn-Gruppe einen Umsatzanteil von über 60 Prozent hält, 833'900 «Skier Visits» und somit ein Plus von 7 Prozent gegenüber desselben Zeitraums im Vorjahr. Mit «Skier Visits» ist die Anzahl erfasster Schneesportler mit einem Ersteintritt gemeint.

Für die Jungfraubahn-Gruppe resultiert ein Nettoverkehrsertrag aus dem Wintersportgeschäft von 17,2 Millionen Franken. Trotz der Steigerung gegenüber 2017 liegt das Ergebnis indes deutlich hinter den guten Wintersport­jahren von 2007/2008 zurück. Das Unternehmen erzielte ein operatives Ergebnis (Ebit) von 25,4 Millionen und erreichte damit eine Ebit-Marge von 25,4 Prozent. Das Transportgeschäft konnte in sämtlichen Bereichen zulegen, womit alle Segmente zum guten Resultat beigetragen haben.

V-Bahn-Bau im Fahrplan

«Wir sind aufgrund unserer starken Stellung auf den interkontinentalen Wachstumsmärkten für das zweite Halbjahr gut positioniert», teilt die Jungfraubahn-Gruppe mit. Seit Mitte Juni laufen die Bauarbeiten für das Generationenprojekt V-Bahn auf Hochtouren und sind auf Kurs (wir haben berichtet). Auf allen Baustellen herrsche Vollbetrieb, der Zeitplan sei aufgrund des verzögerten Baustarts eng. «Dank des lang ­anhaltenden Sommerwetters konnten jedoch wichtige Bau­fortschritte in kurzer Zeit erzielt werden.» (Berner Oberländer)

Erstellt: 29.08.2018, 09:03 Uhr

Update folgt...

Artikel zum Thema

Ohne Umsteigen bis aufs Jungfraujoch?

Vor 125 Jahren stand der Zürcher Industrielle Adolf Guyer-Zeller am Schilthorn – und hatte eine Vision. Er träumte wohl von einer direkten Bahnverbindung von Interlaken bis aufs Jungfraujoch. Mehr...

Neue Vision für die Jungfraubahnen

Interlaken Die Jungfraubahnen passen ihre Vision an. Dies weil sie wegen des Erfolges ihren «visionären Charakter» verloren. An der Generalversammlung erklärte CEO Urs Kessler, dass man eine durchgehende Hochsaison anstrebe. Mehr...

Neuer Gästerekord auf dem Jungfraujoch

Interlaken Die Bestmarke übertroffen: 1'041'500 Personen reisten 2017 aufs Jungfraujoch. Auch die Harderbahn und Grindelwald-First erreichten neue Höchstwerte. Mehr...

Paid Post

Tipps für eine einfache und sichere Tourplanung

Das Smartphone ist auf gutem Weg, die Skitourenplanung zu erobern. Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Helfer.

Kommentare

Blogs

Geldblog So werden Sie im Alter zum Lebenskünstler

Mamablog Gewalt entsteht aus Überforderung

Die Welt in Bildern

Ungewisse Zukunft: Ein Indischer Fischer wartet in einem Gefängnis in Karachi, Pakistan auf seine Bestrafung. Er wurde gemeinsam mit elf weiteren Männern von der Marine aufgegriffen, als sie versehentlich in pakistanischem Hoheitsgebiet unterwegs waren. Indien und Pakistan nehmen regelmässig Fischer des jeweils anderen Landes fest, da die Territorien im Meer nicht klar abgegrenzt sind. (18. November 2018)
(Bild: SHAHZAIB AKBER) Mehr...