Frutigen

Lösung für Schule Hasli angestrebt

Frutigen Für die Schule Hasli in Frutigen zeichnet sich eine Lösung ab. Der Gemeinderat möchte zum Schuljahr 2018/2019 ein Zweistufen­modell mit Grundstufe und 2. bis 4. Klasse einführen.

Die Klassenschliessung im Schulhaus Hasli schlägt nach wie vor hohe Wellen in Frutigen.

Die Klassenschliessung im Schulhaus Hasli schlägt nach wie vor hohe Wellen in Frutigen. Bild: Rösi Reichen

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Mit Unverständnis und Misstrauen sassen die Eltern Ende Oktober bei der Informationsveranstaltung der Gemeinde in der Schule Hasli. Mit Unverständnis über die Entscheidung der Gemeine, die 13 Schüler der 4. bis 6. Klasse der Schule ab November auf die Schulen Kanderbrück und Widi umzuverteilen, nachdem ihre Lehrerin gekündigt hatte und keine Nachfolgerin gefunden wurde.

Und mit Misstrauen gegenüber der Gemeinde, der man vorhielt, eine schleichende Schliessung des Schulhauses Hasli einzuleiten. Gemeinderatspräsident Hans Schmid, der sich den Fragen der Eltern stellte, versuchte, zu beruhigen. «Der Gemeinderat will am Schulstandort Hasli und allgemein an den Bäuertschulhäusern festhalten», versicherte Schmid.

Statt dreier Lehrer noch zwei

Dieser Ankündigung will der Gemeinderat nun Rechnung tragen. Nachdem die Schulkommission dem Gemeinderat verschiedene Varianten für die künftige Schulorganisation im Hasli aufgezeigt hatte, hat der Rat die Kommission beauftragt, die Variante mit einer Grundstufe (Kindergarten bis 1. Klasse) per 1. August 2018 umzusetzen.

Dies vor dem Hintergrund, dass auch der Kindergarten Hasli aufgrund der Schülerzahlen von der Schliessung bedroht sei, wie der Gemeinderat mitteilt. Für diese Lösung mit der Grundstufe sei eine Sonderbewilligung des Kantons erforderlich. Ferner soll künftig eine 2. bis 4. Klasse geführt werden. Das heisst konkret, dass statt wie ­bisher drei Lehrkräfte für ­Kindergarten, 1./2. Klasse sowie 3./4. Klasse zukünftig nur noch zwei Lehrer im Einsatz wären.

«Die Schüler der 5. und 6. Klasse werden auch weiterhin die Schule im Widi besuchen», kündigt der Gemeinderat allerdings an. Weil die Führung der Grundstufe nur für maximal drei Jahre bewilligt werden könne, sollen innerhalb dieses Zeitraumes die Voraussetzungen für die Einführung einer Basisstufenklasse erarbeitet werden, schreibt der Gemeinderat und verspricht: «Mit den angestrebten Lösungen kann sichergestellt werden, dass die jüngsten Kinder die Schule in der Nähe ihres Wohnortes besuchen können.»

Neue Stellenausschreibungen

Bereits an einer früheren Sitzung hat der Gemeinderat beschlossen, an den heutigen Schulstrukturen in den Inneren Gebieten festzuhalten. Mit der Einführung des neuen Lehrplans 21 erhöhe sich die Lektionenzahl nun jedoch stärker als ursprünglich angenommen, da die angestrebte Umsetzung der Lektionentafel vom Kanton nicht bewilligt worden sei. Dies habe zur Folge, dass Stellen ausgeschrieben werden müssten und Mehrkosten durch die dezentralen Oberstufenklassen entstünden.

Die Stellenausschreibung soll im Februar 2018 erfolgen. Falls die Stelle bis Mitte April nicht besetzt werden kann, soll auf Plan B umgeschwenkt werden. «Das heisst, dass die Oberstufenschüler der Schule Ried ab Schuljahr 2018/2019 die Oberstufenklasse an Rinderwald besuchen.» (Berner Oberländer)

Erstellt: 06.12.2017, 20:01 Uhr

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