Diemtigtal

Mit Kraft und Technik in schottischer Tradition

DiemtigtalFrauen und Männer in karierten Schottenröcken werfen mit Strohsäcken, Streitäxten und Baumstämmen: Das Berner Oberland hatte seine ersten Highland Games. Fünfzehn Clans kämpften um Ruhm, Ehre und Preise.

Stefan Fankhauser schleuderte den Strohsack über 14 Meter weit. Der Einheimische vom Clan DhiFanki belegte den 28.?Schlussrang.

Stefan Fankhauser schleuderte den Strohsack über 14 Meter weit. Der Einheimische vom Clan DhiFanki belegte den 28.?Schlussrang. Bild: KSM-Fotografie

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Strohsackwerfen, Gewichthochwurf und Bogenschiessen am Morgen, am Nachmittag Streitaxt- und Baumstammwerfen sowie der Hindernislauf als ultimativer Clanwettkampf, bei dem der ganze Clan gleichzeitig mit einem Baumstamm auf dem Rücken einen Parcours zu bewältigen hatte: Das waren die sechs Disziplinen, in denen sich fünfzehn Clans, wovon zwei Damenclans, à je vier Mitglieder am Samstag im Rothbad im Diemtigtal gemessen haben.

«Wir sind überrascht, dass sich so viele Clans anmeldeten», freute sich OK-Mitglied Peter Weissmüller. Ursprünglich waren Highland Games Bestandteil von sogenannten Gatherings, den traditionellen Treffen schottischer Clans in den Highlands mit sportlichen Wettkämpfen.

Vor zehn Jahren auf Spiele aufmerksam geworden

Sie, die Oberländer, hätten weder Verbindungen zu Schottland noch zu den Highlands, räumte Weissmüller ein. Aber er sei vor zehn Jahren an einem Sportlerbetreuungskurs auf diese faszinierenden Spiele aufmerksam geworden und dachte sich, das wäre etwas für ihren Skiclub.

Bei der Durchführung der ersten Highland Games, die nur dank Sponsoren möglich war, wurden die Diemtigtaler Organisatoren vom Braveheart Clan, einem lizenzierten Clan aus Aarberg, mit Infrastruktur und Fachwissen unterstützt.

Brave Heart Samuel Weibel, der seit zwölf Jahren an Highland Games teilnimmt, war begeistert. Der Anlass sei klein, fein und genial, lobte er und erklärte: «Die Kombination zwischen Kraft und Technik macht den Reiz dieser Spiele aus.»

Fortsetzung folgt

«Wir sind überwältigt von der Begeisterung, die diese Spiele ausgelöst haben», bilanzierte Weissmüller. Und er kündigte an, im nächsten Jahr wieder Highland Games durchführen zu wollen.

Gewonnen hat die ersten Highland Games vom Diemtigtal Martina Bieri von den Homberger Highländerinnen, die auch die Clanwertung für sich entschieden. Karl Messerli von den Three and a Half Men gewann die Herreneinzelwertung und 4 Gewinnt die Clanwertung. Zu gewinnen gab es auf Holz gemalte Bilder der Künstlerin Silvia von Allmen, Oey. (Berner Zeitung)

Erstellt: 25.07.2016, 21:16 Uhr

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