Pfister reicht Wahlbeschwerde ein

Zweisimmen

Hans-Jörg Pfister schaltet im Nachgang der Wahl ums Gemeinderatspräsidium das Regierungsstatthalteramt ein.

Hans-Jörg Pfister hat nach seiner Wahlniederlage Beschwerde eingereicht (Archivbild).

Hans-Jörg Pfister hat nach seiner Wahlniederlage Beschwerde eingereicht (Archivbild).

(Bild: Markus Hubacher)

Ein Blatt Papier sorgt in Zweisimmen für erhitzte Gemüter. Zwei Wochen nach der Wahl ums Gemeinderatspräsidium muss sich das Regierungsstatthalteramt mit einem Flyer befassen.

Hans-Jörg Pfister (73) hat am 29. November eine offizielle Wahlbeschwerde eingereicht. «Es geht mir dabei nicht um meine Wahlniederlage, sondern vielmehr darum, einen solchen Fall in Zukunft zu verhindern.»

Doch was ist geschehen? Als die Stimmbürger von Zweisimmen vor der Wahl ihre Abstimmungsunterlagen erhalten, liegt im Couvert ein Flyer von Beatrice Zeller (53). Sie wird die Wahl am 17. November mit knapp 200 Stimmen Vorsprung auf Hans-Jörg Pfister gewinnen.

Das Blatt Papier, mit welchem sich die spätere Siegerin den Wählern vorstellt, ist durchaus legitim. Ein Flyer von Pfister lag den Abstimmungsunterlagen nicht bei. Alt-Grossrat Pfister, der auf kantonaler Ebene sechs Wahlkämpfe mitgemacht hat, wusste nach eigenen Angaben nichts von dieser Möglichkeit. «Die Gemeinde spricht diesbezüglich von einer Holschuld», so Pfister.

Wie Gemeindeschreiber Urs Mathys auf Anfrage sagt, sei in den öffentlichen Reglementen sehr wohl vermerkt, welche Möglichkeiten die Kandidaten haben. Eine weitere Stellungnahme der Gemeinde erfolgt mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht.

Gemäss Auskunft des Regierungsstatthalteramts müssen die Behörden nun schriftlich zum Fall Stellung nehmen. Das Geschäft werde dringlich behandelt, heisst es weiter.

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