TOI auf Erfolgskurs – so viele Gäste übernachteten noch nie

Interlaken Tourismus (TOI) wirbt weltweit mit zahlreichen Massnahmen erfolgreich für die Region: 2017 übernachteten so viele Gäste wie noch nie in der ­Ferienregion Interlaken.

TOI-Präsident Erich Reuteler: «Sorgen macht uns einzig der Rückgang der Hotelbetten.»

TOI-Präsident Erich Reuteler: «Sorgen macht uns einzig der Rückgang der Hotelbetten.» Bild: Raffael Thielmann

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«2017 war ein aussergewöhnliches Erfolgsjahr für Interlaken Tourismus: ein neuer Standort und ein neuer Rekord bei den Logiernächtezahlen. Sorgen macht uns einzig der Rückgang der Hotelbetten», sagte TOI-Präsident Erich Reuteler. Und ergänzte: «Wenn wir Besuchern unserer Region keine Möglichkeiten geben, Geld auszugeben, werden unsere Kassen leer bleiben.»

218 Personen nahmen am Donnerstag an der Mitgliederversammlung 2018 des Vereins Interlaken Tourismus im Kursaal Interlaken teil: 143 Mitglieder, 40 Gäste und 35 TOI-Mitarbeiter. Mit einer Schweigeminute gedachte die Versammlung des verstorbenen Unternehmers Daniel Frei.

Erwartungen übertroffen

«Die 1 050 221 Logiernächte 2017 sind das beste jemals erzielte ­Ergebnis, eine wahre Freude», so TOI-Direktor Daniel Sulzer in seinem Jahresbericht. Erzielt hat es die Hotellerie der Bödeli-Gemeinden mit Wilderswil, Gsteigwiler und Saxeten. Gar um 8,56 Prozent, auf 2 588 134 stieg die Anzahl Logiernächte aller Unterkunftsarten der Feriendestination Interlaken. Zu dieser gehören die Gemeinden zwischen Brienz und Thun sowie Diemtigen. Im TOI-Gebiet konnte insbesondere das Winterhalbjahr weiter gestärkt werden. Mit 64'000 generierten Eintritten lag das Top of Europe Ice Magic um 15 Prozent tiefer als im Vorjahr, dies auch wegen Ausfalltagen wegen Regen oder nötiger Reparaturen.

«Reisen – ein Megatrend»

Daniel Sulzer: «2017 war so weit ein ruhiges Jahr, mit Ausnahme der Katar-Krise.» Deshalb reisten weniger Gäste aus den Golfstaaten an. Sulzer sprach auch über die Märkte in Europa, Australien oder Asien. Das Verkaufsteam ist auf insgesamt 40 Märkten aktiv. Mit 79'503 Logiernächten 2017 führt Korea die Länderrangliste an. Sulzer: «In Korea müssen wir stark Gas geben, da es viele Mitbewerber hat.» Reisen sei derzeit weltweit ein Megatrend.

Für Interlakens touristischen Erfolg in der Zukunft soll die Bevölkerung noch mehr für das Thema sensibilisiert und ihre Sorgen und Kritikpunkte berücksichtigt werden. Dafür arbeitet die Forschungsstelle Tourismus der Universität Bern derzeit an einer neuen Studie, deren Ergebnisse die TOI an der IGA 2018 vorstellen wird.

Unspunnenfest – toller Erfolg

Ein riesiger Höhepunkt im Eventkalender 2017 war das Unspunnenfest, «ein Erfolg und die beste Werbung für Interlaken», so Sulzer. Die TOI-Mitarbeiter hatten die Herausforderung glänzend gemeistert. Und ein Meilenstein in der TOI-Geschichte war der Umzug an die zentrale Lage im Postgebäude Interlaken: Nun sind alle Ab­teilungen unter einem Dach, die Wege im Grossraumbüro kurz.

Mit einer neuen Website will TOI einen ersten grossen Schritt in die digitale Transformation gehen. Hierfür wurde eine Agentur ausgewählt, die derzeit am Design und am Content arbeitet. Für das geplante E-Learning-Tool wurde eine Umfrage verschickt.

Wahlen im Vorstand

Ehrenvoll aus dem Vorstand verabschiedet wurden Jürg Boss, ­Adrian Jäck und Werner Gartenmann. Urs Kessler, Fritz Nyffen­egger, Peter Graf und Aline Blatter-Rieder wurden wiedergewählt. In globo und mit Applaus wählten die Stimmberechtigten die Verkaufsberaterin Brigitte Ziebold-Zwahlen, den Hotelier Max Ritter und den Architekten Patrick Gurtner neu in den Vorstand.

Erfreuliche Finanzen

2017 schliesst mit 11'000 Franken Gewinn. Der Ertrag Kurtaxen ist mit 3,175 Millionen um 235'000 Franken höher als budgetiert. Der Aufwand beträgt 6,236 und der Ertrag 9,150 Millionen Franken. Der Souverän winkte alle Geschäfte einstimmig und diskussionslos durch, so auch die Entlastung des Vorstands. (Berner Oberländer)

Erstellt: 28.04.2018, 07:43 Uhr

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