Gstaad

Tarifverbund löst sich auf

GstaadDer Tarifverbund Gstaad Mountain Rides ist bald nicht mehr: Die Preisko­ordination für den Winter- und den Wandersportverkehr wird neu organisiert.

Der Tarifverbund Gstaad Mountain Rides, zu der auch die Bergbahnen Destinantion Gstaad AG (BDG) gehört, löst sich auf.

Der Tarifverbund Gstaad Mountain Rides, zu der auch die Bergbahnen Destinantion Gstaad AG (BDG) gehört, löst sich auf. Bild: Marius Aschwanden

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Per 30. April 2017 löst sich der Verein Gstaad Mountain Rides auf. Ganz ohne Nebengeräusche ging dieser Entscheid am Freitagnachmittag an der Delegiertenversammlung nicht über die Bühne.

Gstaad Mountain Rides, der Tarifverbund im Saanenland, besteht neben der BDG aus den Organisationen Glacier 3000, der Wasserngrat 2000 AG, der Skilift Lauenen AG, der Genossenschaft Skilift Heiti sowie der Montreux-Oberland-Bahn. Die Anzahl Delegiertenstimmen ergeben sich durch die Umsatzstärke, und hier bildet die BDG mit über 80 Prozent den klar grössten Anteil.

«Nach diversen Voten gegen eine Auflösung wurde der Antrag aufgrund der Delegierten-Stimmenanteile der BDG angenommen», steht in einer Medienmitteilung, die gestern verschickt wurde. «Einzelne der kleineren Organisationen wehrten sich», sagt Martin Knöri, Geschäftsführer der Gstaad Mountain Rides, auf Anfrage; sie hätten sich eine langsamere Gangart ­gewünscht.

Allerdings sei ein ­solcher Tarifverbund aus Sicht der BDG nicht mehr zeitgemäss. «Deshalb übernimmt sie nun dessen Aufgaben.» Wie die Or­ganisation künftig aussieht, ist noch nicht klar.

Saisonabo für Einheimische deutlich teurer

Gemäss Communiqué wurde das Tarifwesen überarbeitet. Die Tageskarten kosten weiterhin 62 Franken. Ab 2016/2017 haben Kinder unter 9 Jahren jedoch keine Gratiskarten mehr. «Je nach Geschäftsjahr macht dies schnell einmal 850 000 bis 1,2 Millionen Franken aus», so Knöri.

Deutlich teurer wird das Saisonabonnement für Einheimische: Anstatt wie bisher 578 bezahlen sie künftig 675 Franken. «Diese Schritte sind notwendig gewordene Massnahmen angesichts der wirtschaftlichen Ertragskraft in der Branche.» Als Kompensation wird der Kindertarif (Jahrgänge 2001 bis 2010) neu mit 50 anstatt 45 Prozent Rabatt berechnet; Jugendliche der Jahrgänge 1997 bis 2000 bezahlen künftig 25 anstatt 10 Prozent weniger. Kinder der Jahrgänge 2011 und jünger fahren auf den Bergbahnen auch in Zukunft kostenlos.

Für ein letztes Jahr wählten die Delegierten den BDG-Geschäftsführer der Bergbahnen Destination Gstaad, Matthias In-Albon, zum neuen Präsidenten. Er wird Nachfolger von Armon Cantieni. Nachdem Adrian Di Camillo in der BDG den Posten von Jürg Brönnimann als Finanzchef übernommen hat, ersetzt er diesen nun auch im Verwaltungsrat von Gstaad Mountain Rides. (Berner Zeitung)

Erstellt: 12.07.2016, 08:41 Uhr

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