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Aeschi stopft Loch, das Spiez verursacht

Die Gemeinde Aeschi erhöht ab 2018 den Beitrag ans Hallenbad Aeschi um 25'000 Franken. Dies weil Spiez den Beitrag aufgekündigt hat. Das Budget 2018 sieht im allgemeinen Haushalt ein Minus von 26'800 Franken vor.

Neu zahlt die Gemeinde 175'000 statt 150'000 Franken ans Hallenbad in Aeschi.
Neu zahlt die Gemeinde 175'000 statt 150'000 Franken ans Hallenbad in Aeschi.
Markus Hubacher

Ohne Wenn und Aber: Die 107 anwesenden Aeschiner stimmten am Freitagabend dem erhöhten Betriebsbeitrag an die Hallenbad AG Aeschi zu. Seit der Sanierung 2012 hatte die Gemeinde einen jährlichen Beitrag von 150'000 Franken geleistet. Neu wird das Kostendach auf 175'000 Franken erhöht, dies vorerst bis 2022.

Das Hallenbad stehe zwar gut da, «der Umsatz hat sich seit der Sanierung um 20 Prozent erhöht», führte Gemeinderat Daniel Reichenbach aus. Trotzdem könne das Hallenbad keine Reserven für kommende Investitionen bilden.

Spiez-Beitrag frühestens ab 2019

Und: Die Gemeinde Spiez, wo 37 Prozent der Hallenbadbenutzer herkommen, hat den jährlichen Beitrag von 40'000 Franken wieder aufgekündigt. Erst im Frühjahr 2018 will Spiez einen allfälligen Beitrag – ab Budget 2019 – behandeln. Sollte Spiez ab 2019 wieder einen Beitrag von mindestens 40'000 Franken leisten, reduziert sich der Beitrag der Gemeinde Aeschi um 25'000 Franken.

«Hätten wir das Hallenbad nicht, müssten wir Turnhallenkapazitäten zumieten», sagte Gemeindepräsidentin Jolanda Luginbühl. «Und im Vergleich zu Adelboden oder dem Bödeli ist unser Beitrag an das Hallenbad immer noch tief», sagte Daniel Reichenbach. Der Beitrag von 175'000 Franken durch die Gemeinde enthält auch die 50'000 Franken Benutzungsgebühren, die neu transparent an die Schulen weiter verrechnet werden.

Bevor über das Budget 2018 abgestimmt werden konnte, mussten die Aeschiner noch zwei Kredite freigeben. Sie taten dies einstimmig und ohne Diskussion. 270'000 Franken investiert Aeschi in die Kalibererweiterung der Abwasserleitung bei Alleestrasse-Ryffenbühl. Im Sommer war im Ryffenbühl Abwasser aus einem Schacht getreten.

Der zweite Kredit von 150'000 Franken fliesst in den Ersatz der technischen Einrichtung im Gemeindesaal. «Der Saal wurde seit der Inbetriebnahme 1980 gut genutzt und muss nun den aktuellen Sicherheitsvorschriften angepasst werden», sagte Reichenbach. Statt einem Flickwerk sei es sinnvoller, die komplette Anlage zu erneuern.

Höhere Abschreibungen

Das Budget 2018 rechnet bei einer Bilanzsumme von 8,13 Millionen mit einem Minus von 26'800 Franken im allgemeinen Haushalt. Dies auch, weil die Abschreibungen im Vergleich zu den letzten Jahren zunahmen. «Die Tendenz ist steigend, da wir seit dem neuen Rechnungsmodell alles linear abschreiben müssen», erklärte Finanzverwalter Fritz Portenier. Dazu kommen gemäss Prognose vom Kanton höhere Beträge beim Lastenausgleich Sozialhilfe und dem öffentlichen Verkehr.

Aeschi investiert 4,4 Millionen, die den allgemeinen Haushalt belasten. Der grösste Brocken dort sind die 4 Millionen der gesamthaft 8 Millionen für den Neubau des Primarschulzentrums (wir berichteten). Die dafür notwendige Steuererhöhung von 1.69 auf 1.79 Einheiten wird aber erst für 2019 fällig. Die Gemeindeversammlung verabschiedete das Budget einstimmig.

Wahlen

In den Kommissionen standen drei Wahlen an. Da je nur ein Vorschlag einging, mussten die Aeschiner nicht wählen. Philipp Zaugg (SVP) ist neues Mitglied der Baukommission, der von der SVP Aeschi nominierte Hans Peter Wäfler (parteilos) stösst zur Sozialkommission. Hansjürg Oswald wurde für eine weitere Amtsdauer in der Strassen- und Verkehrskommission bestätigt.

«Der Gemeinderat würde es begrüssen, wenn sich die politische Verantwortung in der Gemeinde mehr verteilen würde», sagte Gemeindepräsident Jolanda Luginbühl am Ende der Versammlung. Aktuell existiert in Aeschi nur eine politische Gruppierung, die SVP-Sektion Aeschi.

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