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Amtsstuben im Zwielicht

Redaktor Samuel Günter über die Verzögerung beim V-Projekt.

Die Amtsstuben von Bund und Kanton geben im Verfahren um die V-Bahn ein schlechtes Bild ab. Dass bei einem Projekt von solcher volkswirtschaftlicher Bedeutung nach fünf Jahren im Verfahren anscheinend unklar ist, wer für was zuständig ist, ist peinlich. Damit leistet die Verwaltung dem Bild Vorschub, in Bern werde eh nur warme Luft produziert.

Allein der JGK den Schwarzen Peter zuzuspielen, wäre aber falsch. So ist das Bahngesetz – oder dessen aktuelle Interpretation – sehr realitätsfern. Zu ­diesem Zeitpunkt dürften die ­genauen Positionen der Masten noch nicht bestimmt sein. Das ist unsinnig. Solche Projekte müssen früh genau definiert sein.

Dann wird in den betroffenen Gemeinden oder Bergschaften über die Vorhaben befunden. Diese Abstimmungen sind matchentscheidend. Auch wenn es «nur» um Überbauungsordnungen, Einzonungen oder Erschliessungsprojekte geht. Aber ein undetailliertes Grossprojekt ist schwer vermittelbar, weckt in der Bevölkerung Ängste und ist darum schon früh zum Scheitern verurteilt.

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