Frutigen

Auch künftig den Durchblick bewahren

Frutigen Wie wird sich die Gemeinde Frutigen in den nächsten zwanzig Jahren entwickeln? Diese und andere Fragen sind Teil eines Projektes, dessen Ursprung bei den Vereinten Nationen liegt.

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«Eingebettet in eine intakte, naturnahe und touristisch attraktive Landschaft, bietet die Gemeinde Frutigen eine hohe Wohn- und Lebensqualität. Wichtig sind dabei ein vielseitiges und breites Arbeitsplatz-, Bildungs- und Dienstleistungsangebot, eine hochstehende Gesundheitsversorgung und ein aktives Vereinsleben.» Mit diesen Worten skizzierte Frutigens Gemeinderatspräsident Hans Schmid das ­Zukunftsbild in zwanzig Jahren.

Schmid tat dies zusammen mit seinem Stellvertreter Niklaus Liechti vor dem Gemeindepersonal und den Behördenmitgliedern im Hotel Landhaus Adler. Anlass der Information war die Projektpräsentation zum Thema «Ausrichtung der Gemeindesteuerung auf die Nachhaltige Entwicklung (NE)».

Gesund und moderat wachsen

Niklaus Liechti bezifferte die Einwohnerzahl auf knapp 7000, aber Frutigen soll gesund und moderat wachsen. Die stetig grösser werdende Gemeinde ist attraktiv für alle Altersgruppen, und vor allem für Familien.»

UNO-Konferenz als Auslöser

«Das Projekt hat seinen Ursprung in der anlässlich der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro im Juni 1992 erarbeiteten Agenda 21», erklärte Hans Schmid. «Für uns war wichtig, die im Kapitel 28 festgelegten unterstützenden kommunalen Initiativen zu verfolgen und einzuhalten.» Im Kapitel 28 dieses Massnahmenpakets sind die Einhaltungen der kommunalen Ziele bis spätestens 1996 festgelegt worden. Bis dahin sollte die Mehrzahl der Gemeindeverwaltungen der einzelnen Länder einen Konsens hinsichtlich der «lokalen Agenda 21» für das ­jeweilige Gemeinwesen erzielt haben.

Zuerst die Grossen sensibilisiert

Auf Anfrage erklärte Gemeindeschreiber Peter Grossen, «dass zuerst wohl die grossen Gemeinden im Kanton auf dieses Thema sensibilisiert worden sind. Die ländlichen Kommunen, wo nach unserer Sicht das Potenzial für Verbesserungen eher tiefer ist, sind in zweiter Priorität angegangen worden. Vom Kanton wurden wir deswegen nie ermahnt».

Der Gemeinderat hatte am 1. Februar für das Projekt «Ausrichtung der Gemeindesteuerung auf die NE» einen Kredit von 15'200 Franken bewilligt und das Mandat für die externe Begleitung an die Firma Mandatum GmbH von Hans Ruedi Löffel in Worb erteilt. In mehreren Sitzungen, unter anderem mit Kantonsvertretern, wurden für Frutigen ein Zukunftsbild, ein Leitbild für die Bereiche Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft, sowie ein Massnahmenplan für die Umsetzung erarbeitet. Der Gemeinderat hat diese Grundlagen am 30. August beschlossen.

Nach diesen Prinzipien arbeiten

Als Nächstes wird das Stimmvolk an der Gemeindeversammlung am 7. Dezember informiert.

In den kommenden Jahren werde im Gemeinderat, in den Kommissionen und innerhalb der Verwaltung nach diesen Prinzipien gearbeitet. «Die Bevölkerung wird das gelebte Leitbild spüren, und es wird auch überregional Nachhall finden», prophezeite Liechti. (Berner Oberländer)

Erstellt: 12.10.2018, 16:21 Uhr

Blick von der Tellenburgruine ob Frutigen auf das Gelände der Wandfluh AG, die Lötschberg-Bahnlinie und das Gemeindegebiet: Der Gemeinderat Frutigen wird weiterhin den Durchblick und die Weitsicht auf und für sein Dorf im Auge behalten. (Bild: Corina Kobi)

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