Auf alten Zügelwegen zum Felszahn hoch

Blumenstein/Erlenbach

Wie ein riesiger Zahn dominiert das Stockhorn die Gebirgskette südlich von Thun. Wer den schroffen Felsklotz von Norden her betrachtet, kann sich kaum vorstellen, dass er auf einem normalen Bergwanderweg bestiegen werden kann.

Im Abstieg vom Stockhorn Richtung Chrindi erblickt man in der Tiefe den Oberstockensee.

Im Abstieg vom Stockhorn Richtung Chrindi erblickt man in der Tiefe den Oberstockensee.

(Bild: Andreas Staeger)

Vom Ortszentrum Blumenstein erreicht man die malerische Kirche des Dorfes in einem gut 20-minütigen Fussmarsch. Erbaut wurde sie um 1285. Speziell sehenswert sind die gut erhaltenen Glasfenster, die aus dem goldenen Zeitalter der Königsfelder Glasmalerei stammen.

Ab hier geht es aufwärts, doch meist massvoll. Zuerst quert man die Spittelweid und den Möntschelewald. Vom Alpetli an geht es dann durch die Chrümmelwägen hinauf. Der alte Alpweg überwindet den beträchtlichen Höhenunterschied in weiten Kehren und ist an keiner Stelle übermässig steil angelegt.

Schöne Trockensteinmauern stützen den Abhang und halten den Weg von Geröll frei.

Schöne Trockensteinmauern stützen den Abhang und halten den Weg von Geröll frei. Der Aufstieg wird so zum reinen Genuss, der noch zusätzlich gesteigert wird durch immer wieder neue Tiefblicke auf die von eiszeitlichen Gletschern geformte Seenlandschaft zwischen Amsoldingen und Längenbühl.

Über den Walalpgrat erreicht man in sanftem Abstieg die Oberi Walalp, von wo es wieder leicht aufwärts geht zur Baachegg. Dort wird es richtig steil: In scharfen Kurven windet sich der breite Pfad in der Westflanke des Stockhorns hoch. Bei Pkt. 2043 hat man das Gröbste hinter sich.

Der Weg wendet sich nun ostwärts und führt in wenigen Kehren zur Bergstation der Stockhornbahn und noch ein paar Dutzend Höhenmeter weiter hinauf zum Gipfel. Dort oben bietet sich ein schöner Panoramablick auf Thunersee, Gürbetal und Gantrischgebiet sowie auf die Gipfelkette der Berner Alpen.

Der Bergwanderweg führt zu zwei idyllischen Bergseen, nämlich erst zum Oberstockensee und danach zum Hinterstockensee.

Vom Stockhorn gelangt man entweder ganz bequem und zügig mit der Luftseilbahn direkt ins Simmental hinunter, oder man steigt zu Fuss talwärts. Als Kompromiss empfehlenswert ist die Wanderung zur Mittelstation Chrindi, gefolgt von der Talfahrt mit der Seilbahn nach Erlenbach. Der Bergwanderweg führt zu zwei idyllischen Bergseen, nämlich erst zum Oberstockensee und danach zum Hinterstockensee.

Allgemeine Informationen:

Anreise:Bus ab Thun nach Blumenstein Bären (oder Blumenstein Dorf/Post)

Rückreise:Seilbahn ab Chrindi nach Erlenbach

Route:Blumenstein–Chrümmelwägen–Walalp–Stockhorn–Chrindi

Wanderzeit:6 h 40 min

Streckenlänge:14,9 km

Höhendifferenz:1720 m Aufstieg, 740 m Abstieg

Schwierigkeit: anspruchsvoll

Ideale Saison: Mitte Juni bis Mitte Oktober.

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