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«Auf nach Kanada!»

Urchige Naturjutze, vertraute Jodellieder, ein Heimattheaterstück mit witzigen Dialogen: Auch heuer begeisterte der Jodlerklub Matten mit seinem traditionellen Konzert- und Theaterabend.

Frühstück auf dem Seehof (v.l.): Bauersfrau Lisbeth, Bauer Jakob, Nachbarin Resli und Knecht Joggi.
Frühstück auf dem Seehof (v.l.): Bauersfrau Lisbeth, Bauer Jakob, Nachbarin Resli und Knecht Joggi.
Monika Hartig

«Ihr werdet es nicht bereuen, hierher gekommen zu sein. Heute Abend erfahrt ihr einiges über Kanada und ob einer von uns mit der Prinzessin von Monaco im Bett gewesen ist», sagte Präsident Erich Tschiemer vom Jodlerklub Matten zur Begrüssung. Am Freitagabend war das Kirchgemeindehaus Matten sehr gut besetzt. Nach alter Tradition stimmte der Jodlerklub das Publikum mit urchigen Naturjutzen und beliebten Liedern wie etwa «Waldverspräche» oder «’s Plange» auf den Abend ein. Diesmal wurde das Lustspiel «Uf de Flüealp» in vier Akten von Josef Brun aufgeführt.

Auf dem Seehof sorgen sich Bauer Jakob, seine Frau Lisbeth und das Grosi um Oskar und Fabian. Die ledigen Söhne träumen vom Auswandern nach Kanada und wollen nicht an die Chilbi und auf Brautschau gehen. Doch dann laden die attraktiven Schwestern Edith und Diana die Burschen zum Tanz ein. Damit beginnt die Konkurrenz zwischen den Brüdern, die von Akt zu Akt dramatischer wird. Wer bekommt die hübsche Diana, wer wandert aus? Klatschbase Mathilde mischt sich überall ein und streitet giftig mit Knecht Joggi. Viehhändler Schüpbach will seine unbeliebte Tochter Resli verheiraten; Playboy Lukas und Freundin Camilla mischen ebenfalls mit.

Junger Schauspielnachwuchs

Heuer sind 13 Schauspieler im Einsatz; ganz neu dabei sind die vier jungen Leute Camilla, Diana, Edith und Lukas. Neben dem altbewährten Ensemble schienen die vier sich auf der Bühne ganz in ihrem Element zu fühlen, spielten natürlich und bezaubernd. Witzige Dialoge, überraschende Pointen und Wendungen: Das Publikum hatte viel zu lachen.

Für die Auswahl des Stücks, die Rollenbesetzung, die Kostüme und das Bühnenbild ist hauptsächlich die Regie, Heinz Aeschlimann und Peter Wahli, verantwortlich. Ende August hatten die Proben für das Stück begonnen. Brigitte Wahli, die das Original Mathilde spielt, erklärt: «Kameradschaft steht für mich beim Proben im Vordergrund. Ich habe es gern lustig, neben aller Disziplin.» Präsident Tschiemer: «Die grösste Schwierigkeit beim Projekt sind die diversen Terminkollisionen aller Beteiligten.» Zu den Finanzen sagt Tschiemer: «Wir spielen alle umsonst. Die Freude am Mitmachen und der Applaus der Zuschauer sind die beste Bezahlung.»

Nächste Aufführungen: Freitag, 17. November, Samstag, 18. November, jeweils 20 Uhr im Kirchgemeindehaus Matten.

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