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Auf richtigem Weg, aber noch nicht am Ziel

Im kommenden Jahr ist es vierzig Jahre her, dass die Museumspforten im Freilichtmuseum Ballenberg geöffnet wurden. Bevor jedoch die Verantwortlichen dieses Jubiläum feiern, wird Bilanz über die aktuelle Saison gezogen.

Peter Kohler, Betriebsdirektor Freilichtmuseum Ballenberg, präsentiert die Programme für Schule und Gruppen. Beide Gästesegmente trugen zu den gesteigerten Besucherzahlen bei.
Peter Kohler, Betriebsdirektor Freilichtmuseum Ballenberg, präsentiert die Programme für Schule und Gruppen. Beide Gästesegmente trugen zu den gesteigerten Besucherzahlen bei.
Hans Urfer

Schlimmer gehts nimmer: So ­lautete das Fazit der Saison 2016 im Freilichtmuseum Ballenberg. 190 000 Eintritte, so wenige wie noch nie seit der Eröffnung des Museums im Jahr 1978, mussten die Verantwortlichen vermelden. Als Hauptgrund wurde das Vernachlässigen des Gruppengeschäftes genannt.

Und ein Jahr später? 197 000 Eintritte, also fünf Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr, konnten verbucht werden, wie FLMB-Betriebsdirektor Peter Kohler am Donnerstag im Gespräch mit dieser Zeitung ausführte.

Ein neues Gebäude, die Ziegelei von Péry, der neue Knie-Zirkuswagen als Schnellimbissangebot und die Eröffnung des Waldweges nannte Kohler als wichtigste neue Angebote, die beim Publikum gut angekommen seien und neben dem attraktiven Jahresthema zur Steigerung der Zahl von Besuchern sicher bei­getragen hätten.

«Aus der Talsohle raus»

«Wir haben mit dieser Steigerung von rund fünf Prozent bei den Eintritten einen ersten Schritt raus aus der Talsohle gemacht. Hauptgründe sind sicher, dass wir wieder im Gruppengeschäft mit einem Plus von zwei Prozent zulegen konnten und alles in allem näher bei den Bedürfnissen des Gastes waren», sagt Kohler.

Kohler ist sich bewusst, dass die Ankurbelung des Gruppen- wie auch des Geschäftes mit Schulklassen ein «Knochenjob» ist, er jedoch nach den rund 450 Verkaufsbesuchen vor Beginn der Saison 2017 eine erfreuliche Bilanz ziehen kann. So seien rund 1070 Gruppen zu durchschnittlich je 20 Personen in der am 31. Oktober zu Ende gegangenen Saison auf dem Gelände unterwegs gewesen.

Davon konnten rund 250 Schulklassen gezählt werden. «Alles in allem konnten wir bezüglich Führungen eine Steigerung im zweistelligen Prozentbereich verbuchen», sagt Kohler. Was das Gruppengeschäft angeht, konzentriere man sich auf den Schweizer Markt. So sei die Zusammenarbeit mit einer Agentur in China gekündigt worden, weil das Kosten-Nutzen-Ver­hältnis nicht mehr gestimmt hat.

Nicht nur «alte Häuser»

«Es ist für mich immer wieder erstaunlich, zu sehen, wie Gäste sich ‹überrascht› zeigen, nachdem sie auf unserem Museumsgelände unterwegs waren und ihr Feedback abgegeben haben», sagt Kohler. Viele würden davon ausgehen, dass das Museum ein Ort der «alten Häuser» ist, und dann fest­stellen, dass hier viele Handwerksberufe vorgestellt werden und selber angewandt werden können und dass auf dem Museumsgelände auch sonst viel los ist.

«Unzählige positive Rück­meldungen» sind Kohler auch bezüglich der Führungen zu Ohren gekommen, und er gibt diese erfreulichen Komplimente gern an die rund 25 Angestellten weiter, welche diesen Job auch ausüben.

Verbesserungen folgen

Das Optimieren bezüglich Fortbewegungsmittel auf dem weitläufigen Gelände und die In­formation der Gäste sei ein Dauerthema, sagt Kohler und weist darauf hin, dass derzeit Überlegungen gemacht würden, wie gerade die Fortbewegung von Besuchern mit einem Handicap verbessert werden könne. «Konkretes ist jedoch noch nicht entschieden», sagt Kohler.

Korrigieren wollen die Museumsverantwortlichen zusammen mit den Betreibern der Gas­trobetriebe das Angebot im Gasthof Degen. «Es wurde versucht, dort eine etwas gehobene Art von Menüs anzubieten mit den einhergehenden höheren Preisen», sagt Kohler. Dies sei jedoch nicht bei allen Museumsbesuchern gut angekommen, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass ab kommender Saison das An­gebot und die Preise jenen der übrigen Gastrobetriebe angepasst werden.

Fürs kommende Jahr, wenn das Museum sein 40-Jahr-Jubiläum feiert und die Ballenberg-Stiftung bereits fünfzig Jahre alt ist, sind besondere Aktivi­täten geplant. Museumsdirektor Kohler wollte noch keine Details bekannt geben, jedoch weist er auf die neue Sonderausstellung zum Thema «Kuh» hin und verspricht auch, dass «Foxtrail» ein besonderes, neues Erlebnis garantiert.

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