Aufbruchstimmung bei der Volkshochschule

Unterseen

Mehr Kurse, mehr Kursbesucher, eine positive Rechnung, neue Vorstandsmitglieder: Die Volkshochschule Interlaken und Umgebung hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich – und mit dem neuen Präsidenten viele Pläne für die Zukunft.

«Suchen» war das Leitmotiv des Jahresberichts 2016, den Vizepräsidentin Marlies Graf und ­Geschäftsleiter Heinz Schoch am Freitag in Unterseen der Hauptversammlung der Volkshochschule VHS Interlaken und Umgebung vorlegten. «Und wer sucht, findet», freute sich Heinz Schoch. So nahm die Zahl der Kurse nach einem Rückgang in den letzten Jahren erstmals wieder zu. Insgesamt 2200 Personen besuchten im Oberland-Ost 220 Volkshochschulkurse – von A wie Aquafit bis Z wie Zeichnen und Malen.

Noch besser als erwartet

Mit der Zahl der Kurse stiegen auch die Kurserträge und die Beiträge des Kantons. Bei Einnahmen von total 587 332 Franken schloss die Rechnung 2016 selbst nach zusätzlichen Anschaffungen und Abschreibungen mit 10 933 Franken Gewinn – rund 8400 Franken besser als bud­getiert. Das Budget 2017 sieht 592 520 Franken Ertrag und 2170 Franken Gewinn vor. Wenig verändern dürfte sich bei den Beiträgen der Gemeinden und der 500 Mitglieder, während bei den Kursen mit einer leichten Zunahme gerechnet wird.

«Wir haben uns zum Ziel gesetzt, jedes Jahr 10 neue Kurse anzubieten», sagte Heinz Schoch. Dieses Ziel ist allein schon mit dem Sommerprogramm erreicht, das mit dem letzten Anzeiger in alle Haushaltungen kam. Zu den neuen Angeboten gehören Fitkickboxen und Linedance ebenso wie das Gärtnern mit Hochbeeten oder eine Einführung in die Geschichte der Unspunnenfeste.

Mit «Einfach besser rechnen» hat die Volkshochschule Interlaken auch sofort die neue Kampagne «Einfach besser» aufgenommen; mit der Kampagne will der Bund Erwachsene erreichen, die im Alltag Mühe haben mit Lesen, Schreiben oder eben Rechnen. Im Kurs «Einfach besser rechnen» wird zum Beispiel geübt, den Rabatt beim Einkaufen auszurechnen oder Ausgaben für den Haushalt zusammenzuzählen. Weiter zulegen werden auch Deutschkurse für Fremdspra­chige.

Vorstand verdoppelt

Für die Arbeit im neuen Jahr erhielt der Vorstand am Freitag Verstärkung: Nachdem das Präsidium ein Jahr lang vakant geblieben war, wurde der frisch pensionierte Unterseener Lehrer Walter Seiler zum neuen Präsidenten gewählt. Ebenfalls neu in den Vorstand wählte die Versammlung Mirjam Jenzer und Stefanie Jorns. Die drei Bisherigen wurden für eine weitere Amtsperiode betätigt.

Neben Daueraufgaben, zu denen auch der Austausch mit anderen Volkshochschulen und die Qualitätssicherung gehören, wartet auf den neuen Vorstand die Vorbereitung des 75-Jahr-Jubiläums, das die VHS Interlaken 2019 feiert. Weiter führt die VHS Gespräche mit der Musikschule Oberland über gemeinsame Musikangebote für Erwachsene. Und weil das «lebenslange Lernen» für alle Generationen gedacht ist, will Walter Seiler als Nächstes auch von den an Kursen eher selten anzutreffenden jungen Erwachsenen wissen, was sie von der Volkshochschule erwarten.

Längerfristig werden neue Räume gesucht, weil in Schul­häusern tagsüber immer weniger Zimmer frei sind; so ist der Vorstand auch in Kontakt mit der Bödeli-Bibliothek und den anderen an einem «Haus des Wissens» Interessierten.

www.vhs-interlaken.ch

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