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Aus Aktion Pinselstrich wird Totalsanierung

Ende letzten Jahres kaufte die Burgergemeinde für 1,25 Millionen Franken das Hotel-Restaurant Burgseeli. Den Kredit für die Sanierung von 400 000 Franken stockte die Burgerversammlung einstimmig auf total 1,07 Millionen Franken auf.

Dick eingepackt präsentiert sich dieser Tage das Hotel-Restaurant Burgseeli in Ringgenberg. Grund sind umfangreiche Sanierungsarbeiten.
Dick eingepackt präsentiert sich dieser Tage das Hotel-Restaurant Burgseeli in Ringgenberg. Grund sind umfangreiche Sanierungsarbeiten.
Hans Urfer

Burgerpräsident Fritz Nufer ­begrüsste am Mittwoch 20 stimmberechtigte Burgerinnen und Burger sowie den vollzählig anwesenden ­Burgerrat und gab einen kurzen Situationsbericht: «Nach der Räumung des Hotel-Restaurants kamen einige Überraschungen zum Vorschein.

Im Gutachten über den energetischen Zustand sind Sofortmassnahmen aufgelistet, die zum Zeitpunkt des Kaufabschlusses nicht bekannt waren», stellte er fest. Burgerrat Matthias Steiner erläuterte die einzelnen Posten: Sanierung Flachdach und Steildach West, Ersatz Fenster, Austausch Sanitär- und Stromleitungen sowie Reparatur Parkplatzentwässerung. Den für die Sofortmass­nahmen beantragten Kredit von 140 000 Franken genehmigte die Burgerversammlung einstimmig.

Totalsanierung und Erweiterung im Restaurationsbereich

«Wir möchten, dass auch grös­sere Anlässe im Burgseeli durchgeführt werden können», nannte Nufer als Ziel für die geplante Erweiterung des Saales auf circa 70 Sitzplätze und die Vergrösserung der Terrasse von 50 auf 80 Sitzplätze. Dazu wird die Wirtewohnung rückgebaut und an den Saal angehängt. Im Obergeschoss bleiben die 10 Gästezimmer unverändert. Die Küche wird neu ausgerüstet, Heizung, Lüftung, Haustechnik und Brandschutz werden ersetzt. Im Innenbereich würden Wände und Böden er­neuert, unterschiedliche Bodenhöhen ausgeglichen und neues Mobiliar eingesetzt, begründete Steiner den Nachkredit von 530 000 Franken.

Die Versammlung genehmigte auch den Nachkredit einstimmig. Somit wird aus der Aktion Pinselstrich für 400 000 Franken eine Totalsanierung für 1,07 Millionen Franken. Nufer hielt fest, dass die ­Finanzierung, die zusammen mit einer Bank gesichert sei, für die Burgergemeinde kein Problem darstelle und er bereits ab 2020 wieder positive Jahresabschlüsse erwarte.

Eröffnung per 1. Dezember vorgesehen

Präsident Nufer stellte dank den bewilligten Mitteln ein speditives Arbeiten auf der Baustelle und eine Eröffnung des Hotel-Restaurants Burgseeli per 1. Dezember in Aussicht. Ende November soll die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür eingeladen werden.

Als Pächter konnte der mit seiner Familie in Goldswil ansässige Gastronom Peter Schenkel (54) engagiert werden. Schenkel, der seit 20 Jahren für die Restauration auf den Brienzersee-Schiffen verantwortlich zeichnet, war an der Versammlung anwesend, er freut sich auf die neue Herausforderung.

Von seinem Gastrokonzept verriet er bereits so viel, dass er die Gäste mit saisonalen Gerichten in heimeliger Atmosphäre mit alpinem Touch verwöhnen möchte. Mit den sanierten und erweiterten Räumlichkeiten, der attraktiven Lage und den Parkmöglichkeiten will Schenkel den Handwerker zum Znüni, die Geschäftskundschaft zum Mittagessen und auch die Abendgesellschaft zum Feiern ansprechen.

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