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Aus Kunstschnee entsteht Kunst

Zurzeit wird aus drei Meter hohen Schneeblöcken Kunst. Neun internationale Teams nehmen am World Snow Festival in Grindelwald teil. Ihre Werke sollen am Freitag fertig werden.

Eiskalte Kunst im Eigerdorf: Die Vorbereitungen für das World Snow Festival in Grindelwald laufen. <i>Video: Samuel Günter</i>

Die Bedingungen am Dienstag auf dem Bärplatz waren garstig: Es regnete, und die Sonne versteckte sich hinter dicken, grauen Wolken. Keine idealen Umstände für die Arbeit an Schneeskulpturen. Doch davon liessen sich die neun internationalen Teams, die seit Montag am 36. World Snow Festival an der Arbeit sind, nicht beeindrucken. «Es geht ja noch», meinte Franziska Agrawal vom Team aus Deutschland. «Und die Wetterprognose ist ja positiv. Es soll kalt werden.»

Die Künstler haben den Auftrag, sich dem Thema «Die vier Jahreszeiten» anzunähern. Noch lässt sich beim Werk der Deutschen nicht erkennen, wie die Skulptur am Ende aussehen soll. «Das Werk stammt aus der konkreten Kunst und ist keine Abstraktion», verrät Agrawal. Wer dieses und die anderen acht Endprodukte sehen will, muss sich bis am Freitag gedulden. Dann findet um 18 Uhr die Schlusszeremonie mit Rangverkündigung statt.

Das britische Team am World Snow Festival an der Arbeit mit der Bronzestatue «Der Skifahrer» rechts im Vordergrund.
Das britische Team am World Snow Festival an der Arbeit mit der Bronzestatue «Der Skifahrer» rechts im Vordergrund.
Samuel Günter
Das deutsche Team mit Franziska Agrawal (auf der Leiter).
Das deutsche Team mit Franziska Agrawal (auf der Leiter).
Samuel Günter
Bis am Freitag haben die neun Teams Zeit, ihre Skulpturen fertigzustellen.
Bis am Freitag haben die neun Teams Zeit, ihre Skulpturen fertigzustellen.
Samuel Günter
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Am Wochenende beleuchtet

Bruno Hauswirth, Geschäftsführer von Grindelwald Tourismus, legt allen den Besuch der Veranstaltung ans Herz. «Nur am Freitag- und Samstagabend werden die Skulpturen farbig beleuchtet, was nochmals einen neuen Charakter zur Entfaltung bringt.»

Wie schon letztes Jahr sind die drei Meter hohen Blöcke aus Kunstschnee. «Letztes Jahr setzten wir aus Schneemangel technischen Schnee ein», erklärt Hauswirth. Dieser sei bei den Künstlern gut angekommen, da so alle die gleichen Voraussetzungen hätten. «Bei Naturschnee kam es zu grösseren Unterschieden.» Der Kunstschnee sei kompakter, was den Künstlern mehr Möglichkeiten bietet. «Auf der andern Seite ist die Bearbeitung aufwendiger.»

Laut Hauswirth seien die Teams mit gesundem Ehrgeiz am Werk. Es werden zwei Preise vergeben. Einerseits stimmt das Publikum ab, und den anderen verteilt eine Fachjury. Und die Fachjury sind die Skulpteure selbst. «Sie können am besten Qualität und Schwierigkeit abschätzen.»

Wertvolle Bilder

Das World Snow Festival wird heuer zum 36. Mal durchgeführt. «Dies ist nur möglich, weil Gemeinde, Bahnen und Hotellerie mitziehen», betont Hauswirth. Der Aufwand lohne sich. «Die Bilder gehen jeweils um die Welt.» Jüngst entdeckte Hauswirth ein Bild einer Schneeskulptur auf der Menükarte im Flugzeug.

«Ein Traditionsanlass, getragen vom ganzen Dorf», sagt Bruno Hauswirth, Geschäftsführer Grindelwald Tourismus, zum World Snow Festival. Video: Samuel Günter

Auch auf dem Männlichen sollen Schneeskulpturen entstehen. Dort stehen vier Schweizer Teams im Einsatz. Besser gesagt, sollten im Einsatz stehen. Sturm Evi verhinderte am Dienstag die Weiterarbeit.

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