Drei Kantone – ein Bergerlebnis?

Eine Machbarkeitsstudie unter der Leitung von Obwalden soll zeigen, ob, wie und wann Engelberg-Titlis, Melchsee-Frutt und Meiringen-Hasliberg zu einer einzigen touristischen Erlebnisregion werden könnten.

Spannen diese bald mit zwei weiteren Skigebieten zusammen?

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Nebel lag gestern über Melchsee-Frutt. Sonst wäre zu sehen gewesen, dass der von der Mägisalp her erschlossene Glogghüüs (2534 m) zum Greifen nah liegt, allerdings getrennt durch Felspartien. Frédéric Füssenich, Direktor der Engelberg-Titlis Tourismus AG, kam mit dem Mountainbike zur Medienorientierung.

So nahe liegen die drei Tourismusgebiete Melchsee-Frutt, Meiringen-Hasliberg und Engelberg-Titlis. Eingeladen zur Medienorientierung hat der Kanton Obwalden. «Wir wollen die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte unseres Kantons weiterschreiben», sagte Regierungsrat Daniel Wyler. Auch touristisch, und da sei die Vision eines Zusammenschlusses der drei Tourismusgebiete wieder aktuell geworden.

Im Rahmen des Umsetzungsprogramms zur neuen Regionalpolitik (NRP) 2016 bis 2019 hat Obwalden eine Masterarbeit der Hochschule Luzern unterstützt. Sie überprüfte die Machbarkeit eines Zusammenschlusses der drei Gebiete und kam zum Schluss, dass bei den involvierten Akteuren aktuell kein Konsens bestehe. Sie schlug vor, weitere Abklärungen zu treffen.

Erlebnis als Titel

2003 war alles klar: Mit dem Bau von Verbindungsanlagen sollten die drei Gebiete zu einem beachtlichen Player unter den Alpen-Skisportorten werden, mit 210 Pistenkilometern und mit dem medienwirksamen Titel «Schneeparadies». Fünfzehn Jahre später heisst das Projekt jetzt Erlebnisregion Engelberg-Titlis, Melchsee-Frutt und Meiringen-Hasliberg. «Wir wollen das Korsett des Wintertourismus verlassen», sagte Wyler.

Das Ziel ist nicht definiert, der Grund aber schon: Die touristischen Angebote samt Arbeitsplätzen und Wertschöpfung sollen in die Zukunft geführt werden. Angestrebt werden Gäste, die länger im Gebiet bleiben. Die betroffenen Bahnunternehmen wurden über das Ergebnis der Masterarbeit informiert und haben vertiefte Abklärungen befürwortet. Gestern waren sie an der Medieninformation prominent vertreten, von der Berner Seite nahm Hanspeter Wenger, VR-Präsident und CEO der Bergbahnen Meiringen-Hasliberg, teil.

Machbarkeitsstudie 2021

Bis 2021 soll breit angelegt und «ergebnisoffen» geprüft werden, ob, wie und wo ein Zusammenschluss möglich wäre. Die Machbarkeitsstudie wird unter dem Lead von Obwalden durchgeführt; Regierungsrat Daniel Wyler ist strategischer Leiter, die Leitung des Projektausschusses übernimmt Niklaus Bleiker, sein Regierungsratsvorgänger.

Der Kanton Bern ist im Projektausschuss mit Daniel Wüthrich vom Beco und Stefan Schweizer von der ­Regionalkonferenz Oberland-Ost vertreten. Zwei Kommissionen arbeiten parallel: die für «Gesellschaft, Umwelt und Technik» unter der Leitung von Peter Lienert, dem ehemaligen Obwaldner Kantonsförster, und die für «Wirtschaft, Markt und Produkt» unter der Leitung von Philipp Lütolf, Professor an der Hochschule Luzern.

Die Studie ist ein interkantonales NRP-Projekt und wird vom Bund mit 100 000 Franken, vom Kanton Obwalden mit 60 000 Franken, vom Kanton Bern mit 30 000 Franken und vom Kanton Nidwalden mit 10 000 Franken unterstützt; die drei Bahnen übernehmen 100 000 Franken und tragen mit Arbeitsleistungen zur Studie bei. (Berner Zeitung)

Erstellt: 14.09.2018, 20:12 Uhr

Update folgt...

Artikel zum Thema

Erfolgreiches Jahr für die Bergbahnen

Hasliberg Die Bergbahnen Meiringen Hasliberg AG schrieben 2017 einen Jahresgewinn von 1,25 Millionen Franken. Die Verkehrserträge stiegen sowohl im ­Sommer- wie im Winterhalbjahr. Mehr...

666-Franken-Sportpass geht in die zweite Saison

Adelboden-Lenk, Gstaad, die Jungfrau-Skiregion und Meiringen-Hasliberg haben ihren neu lancierten Top-4-Sportpass 36'200-mal abgesetzt. Die Erfolgsgeschichte findet zum selben Preis eine Fortsetzung. Mehr...

Top4-Skipass übertrifft die Erwartungen

Bis Mitte Dezember wurden 36'300 Top4-Abos für das Berner Oberland verkauft. Gerechnet haben die Verantwortlichen mit 25'000. Mehr...

Paid Post

Freizeit und Reisen

Viele Ausflugsziele für den «goldenen Herbst» finden Sie in der aktuellen SBB Zeitungsbeilage «Freizeit und Reisen».

Kommentare

Blogs

Mamablog «Du hast Glück, dass dein Mann dir hilft!»

Sweet Home So stehen Möbel bestimmt falsch

Die Welt in Bildern

Die Hinterlassenschaft von Mangkhut: Mit Wind-Geschwindigkeiten von über 200 km/h fegte der Supertaifun über die chinesische Küste – und liess die Fenster eines Geschäftsgebäudes in Hongkong zerbersten. (17. September 2018)
(Bild: Lam Yik Fei/Getty Images) Mehr...