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Bestehendes Potenzial besser nutzen

Der Grimselverein hält an seinem Widerstand gegen das Wasserkraftprojekt an der Trift fest. An der Generalversammlung wurden Alternativen genannt.

Etwa mit der Nutzung der Solarenergie auf Dächern könne mit der bestehenden Wasserkraft genug Strom produziert werden, argumentiert der Grimselverein (Symbolbild).
Etwa mit der Nutzung der Solarenergie auf Dächern könne mit der bestehenden Wasserkraft genug Strom produziert werden, argumentiert der Grimselverein (Symbolbild).
Urs Jaudas

An der Generalversammlung des Grimselvereins in Meiringen wurden gemäss Mitteilung des Vereins die Möglichkeiten der erneuerbaren Energien in der Schweiz erörtert. Wenn zwei Drittel des Potenzials für Solarenergie auf Dächern und Fassaden genützt würden, könnte mit der bestehenden Wasserkraft genug Strom produziert werden, erklärte Präsident Hans Anderegg und verwies dabei auf offizielle Zahlen und Statistiken.

Und wenn man den überschüssigen Solarstrom im Sommer als Methan speichern würde, könnte nicht nur der bisherige Strombedarf gedeckt, sondern auch zusätzlich der Personenverkehr auf Elektromobilität umgestellt werden. Laut Anderegg wären die Kosten verkraftbar. «Warum nicht die für die heutige Bedrohungslage völlig ungeeignete Armee zehn Jahre lang einmotten? – Und die Hälfte des Solarpotenzials wäre mit dem gesparten Geld ausgebaut.»

Klaus Ammann, emeritierter Professor und ehemaliger Direktor des Botanischen Gartens Bern gab einen Überblick über bisher noch weitgehend unbekannte Möglichkeiten zur CO2-neutralen Stromproduktion – wie etwa Windstangen.

Die rund 50 Versammlungsteilnehmer sprachen dem bestehenden Vorstand das Vertrauen aus. «Er wurde ermutigt, den Kampf für die Rettung der Trift auf allen Ebenen fortzusetzen», heisst es in der Mitteilung. «Es darf nicht sein, dass für einen lächerlich kleinen Effekt auch noch die letzten ungenutzten Gewässer in Rohre gezwängt, die letzten intakten Landschaften zerstört werden.»

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