Zum Hauptinhalt springen

Bönigen wird etappiert sicherer

In Bönigen, zwischen der unteren Bönigbrücke und dem Fussgängersteg, geht es weiter mit Hochwasser-Schutzbauten an der Lütschine. In den Wintern 2016/2017 und 2017/2018 wird gebaut.

Untere Bönigbrücke über die Lütschine in Bönigen beim Hochwasserereignis vom 5.?September 2016.
Untere Bönigbrücke über die Lütschine in Bönigen beim Hochwasserereignis vom 5.?September 2016.
zvg

Grünes Licht für ein weiteres Teilprojekt für den Hochwasserschutz Bödeli/Lütschine in Bönigen. Der Grosse Rat des Kantons Bern hat im März den Verpflichtungskredit für das gesamte Projekt ohne Entlastungsbauwerk von 16,14 Millionen Franken ­genehmigt. «Bereits im Oktober werden nun die Baumaschinen für die Realisierung des ersten Teilprojekts auffahren, wel­ches gemäss Kostenvoranschlag 6,2 Millionen Franken kosten wird», schreibt die Schwellenkorporation Bödeli Süd in einer Mit­teilung.

Zwischen der unteren Bönigbrücke und dem Fussgängersteg, kurz vor der Mündung der Lü­tschine in den Brienzersee, wird der Hochwasserschutz in zwei Etappen realisiert. Mit Start im Oktober soll die erste Etappe bis März 2017 dauern. Ein Jahr später, im Winter 2017/2018, zeitgleich mit der ausserordentlichen Absenkung des Brienzersees, folgt die zweite Etappe. Im Sommer 2018 werde die Sanierung dieses Teilstückes abgeschlossen sein, heisst es.

Pro Sekunde 250'000 Liter

Bis Mitte November soll laut Mitteilung sowohl die Baupiste erstellt wie auch die Arbeiten zur Wasserhaltung abgeschlossen sein. Ab Anfang Dezember wird der Abflussquerschnitt der Lü­tschine verbreitert (Gerinneausbau auf 250 Kubikmeter Wasser pro Sekunde). Das dauert bis März 2017.

Weitere Arbeiten ausserhalb des Flusses werden dann Ende Mai 2017 abgeschlossen sein. Ein Jahr später, in den Wintermonaten 2017/2018, wird die zweite Etappe analog abgewickelt. «Dabei werden baustellenbedingte Beeinträchtigungen wie Lärm und Staub nicht zu umgehen sein. Die engen Platzverhältnisse innerhalb des dicht bebauten Siedlungsraumes lassen keine Alternativlösungen zu», so die Schwellenkorporation.

Der Abflussquerschnitt der Lütschine wird auf einer Länge von 500 Metern vergrössert. Dafür werden schadhafte Uferstellen und seitliche Dämme abgetragen. Die neuen Böschungen sind dann im gewässernahen Bereich mit naturnahem, formwildem Blocksatz (grosse Natursteinblöcke) gesichert.

Auf der linken Lütschineseite ist ein nicht öffentlich zugänglicher Unterhaltsweg geplant. Ein Damm oder eine Betonmauer bildet dabei den Abschluss. Eine eigentliche Ufermauer ist lediglich auf einem Viertel der Ausbaustrecke nötig. «Die neuen Ufermauern und Dämme werden auf beiden Uferseiten in etwa den heute nur provisorisch sicher­gestellten Dammhöhen entsprechen», ist in der Meldung zu ­lesen.

Dämme Obere Bönigstrasse

Für diesen Winter ist die vorgezogene Realisierung von fünf Schutzdämmen und einer Hochwasserschutzmauer entlang der Oberen Bönigstrasse zwischen der Beton AG und der Lütschineunterführung vorgesehen. Dadurch werde bereits ein erster Teil des Überlastkorridors realisiert und der Hochwasserschutz von Bönigen und Interlaken weiter verbessert. Der Baubeginn ist für Ende Oktober geplant. Bis Ende April sollten die Arbeiten im Bereich der Oberen Bönigstrasse abgeschlossen sein.

pd

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch