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Böniger Fischer am Ziel

Am Freitag weihte der Fischereiverein ­Bönigen zusammen mit den zahlreichen Beteiligten das renaturierte Chrottegräbli ein.

Sibylle Hunziker
Die junge Forelle fühlt sich im Chrottegräbli offensichtlich wohl.
Die junge Forelle fühlt sich im Chrottegräbli offensichtlich wohl.
Sibylle Hunziker

Anders als die benachbarte Lütschine ist das Chrottegräbli weder gross noch wild. Und berühmt ist es wohl nur bei den Böniger Fischern, die hier ihre jungen Forellen aufziehen. Leise und eher unscheinbar schlängelt sich das Bächlein am Fuss des Änderbergs zwischen Wald und Wiesen dem Dorf zu.

«Meine Generation erinnert sich vor allem an das Gewässer zwischen Eisenbahnschwellen, an dem wir viele schöne und lehrreiche Stunden verbrachten», sagte Peter Glaus, der das Renaturierungsprojekt noch in seiner Zeit als Präsident des Fischereivereins Bönigen angestossen und sich über zehn Jahre unermüdlich dafür eingesetzt hat. «Die Jungen dürfen jetzt ihre Fische im vollständig renaturierten Chrottegräbli aufziehen.»

Vorbildlich engagiert

Die letzte, oberste Etappe wurde letzten Winter gebaut. Sie ist 170 Meter lang und kostete rund 200 000 Franken, die zu etwa 60 Prozent von Bund und Kanton, zu 40 vom Renaturierungsfonds bezahlt wurden. Neben dem Bächlein wurden auch kleine Teiche für Gelbbauchunken und andere Amphibien angelegt, in denen sich jetzt schon scharenweise «Rossnägel» tummeln. Die ersten zwei Etappen hatten die Böniger Fischer zuvor noch in Fronarbeit renaturiert, für die folgenden beiden spannten sie mit Willy Müller vom kantonalen Renaturierungsfonds zusammen. «Eine solche Renaturierung ist ein grosser Brocken für einen Verein», sagt Müller. Das unermüdliche Engagement der Böniger bezeichnet er als vorbildlich und wünscht sich noch viele solche Projekte von Fischereivereinen. «Die Chrottegräbli-Revitalisierung ist zwar ein kleines, aber wichtiges Projekt.»

Alle haben zusammengespannt

Wie viel Arbeit und Goodwill im Projekt stecken, zeigte die lange Dankesliste von Peter Glaus: Die Burgergemeinde Bönigen stellte das Land zur Verfügung, die Schwellenkorporation Bödeli-Süd übernahm die Bauherrschaft, Mätzener und Wyss plante die Renaturierung, Baggerführer Beni Haldimann von Gerber und Troxler baute sie, und Fischereiaufseher Hans Roth, sein Nachfolger Martin Flück, die Ämter von Bund und Kanton und die Böniger Fischer unterstützten das Projekt mit Rat und Tat.

Auf Einladung das Fischereivereins Bönigen feierten die Beteiligten am Freitag vor Ort mit Hobelkäse und Bratwurst das schöne Resultat, und sie folgten gerne dem Rat von Peter Glaus: «Tüet das Wärch gründlich yschweiche.»

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