Büsi-Betreuung gesucht

Frutigen

Der Tierschutz­verein sucht eine neue Person für die Katzenauffangstation. Der Verein kann Schildkröten aufnehmen und hat drei «Tierschutzberater» mit Kursabschluss.

<b>Die Präsidentin des Tierschutzvereins Frutigen</b> Susanne Grossenbacher (Mitte) heisst Tamara Buchschacher und Andy Pearson (r.) im Vorstand willkommen.

Die Präsidentin des Tierschutzvereins Frutigen Susanne Grossenbacher (Mitte) heisst Tamara Buchschacher und Andy Pearson (r.) im Vorstand willkommen.

(Bild: Rösi Reichen)

An der 110. Hauptversammlung am Samstag im Feuerwehrmagazin in Reichenbach orientierte die Präsidentin Susanne Grossen­bacher, dass der Tierschutzverein Frutigen am 10. Juni 1908 im Restaurant Leist in Frutigen gegründet wurde. Der Notar A. Bütig­kofer war der erste Präsident, der Pfarrer Schläfli Vizepräsident, und die Sekundarlehrer Schläfli und Neeser wurden als Sekretär und Beisitzer gewählt, wie auch der Fabrikant Moser.

Als erste ­Aktion wurden 100 Tierschutzkalender gekauft und an den Schulen verteilt. Es gab oft Klagen über Misshandlungen und unsachgemässe Haltung von Nutztieren. Auch Metzger und Fuhrhalter wurden «gemassregelt» und bekamen die Härte des Gesetzes zu spüren. Bis 1938 war der Verein rege tätig, bis der Krieg die Arbeit jäh unterbrach.

1962 neues Leben eingehaucht

Erst 1962 wurde der Verein von «beherzten Tierschützern» wiederbelebt. Herrenlose Hunde wurden vermittelt und Lily Kamblys erste Igelstation unterstützt. Erste Aktionen für die Kastrierung von Katzen wurden gestartet, sie dauern bis heute an. Die Arbeit hat sich zu den Heimtieren verlagert.

Susanne Grossenbacher sagte, dass der Vorstand ­Interesse am Tierschutz Schweiz (STS) zeige und sich an Ver­sammlungen orientiere. Drei Vorstandsmitglieder bildeten sich in Kursen zum «Tierschutzberater» aus und können sich jetzt ausweisen.

In den Vorstand wurden zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt. Tamara Buchschacher organisiert zusammen mit Jennifer Jaggi seit einem Jahr die Anlässe für die 16 Mitglieder der Jugendtierschutzgruppe.

Andy Pearson ist auf Landschildkröten spezialisiert. Die Rechnung schloss mit einem Defizit von 7200 Franken ab, weil die Tierarztrechnungen mit 28 000 Franken viel höher ausfielen als im Vorjahr. Der Verein mit 251 Mitgliedern setzt sich ein für Tiere und braucht jederzeit Hilfe in Form von ehrenamtlicher Mitarbeit oder Spenden. Anni Stoller hat viel Arbeit mit der Katzenauffangstation und hofft altershalber auf einen Nachfolger.

Im Anschluss an die Hauptversammlung fand ein Vortrag mit einer Vorführung von Rettungshunden der Organisation Redog Berner Oberland statt, und die Tierkommunikatorin und Seminarleiterin Brigitte Bruhin informierte über ihre Arbeit. Mit einem Zvieri und einer Führung auf dem Quh-Hof von Niklaus Hari klang die Jubiläumsversammlung aus.

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