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Bundesgericht machte Strich durch die Rechnung

Durch die Praxisänderung bei Grundstückgewinnsteuern durch das oberste Gericht verlor Gsteig über 660'000 Franken. Das wirkte sich auf den Haushalt aus.

Die Gsteiger Rechnung 2017 leidet unter einem Bundesgerichtsurteil.
Die Gsteiger Rechnung 2017 leidet unter einem Bundesgerichtsurteil.
ksm-fotografie

In der grossen Mehrzweckhalle stand am Freitag Gemeindepräsident Markus Willen nur 24 Stimmberechtigten (3,57 Prozent) gegenüber, um die Jahresrechnung 2017 genehmigen zu lassen. Finanzverwalter Karl Graa war von einem positiven Abschluss des Gesamthaushaltes überzeugt.

Das unerwartete Urteil des Bundes­gerichts im September 2017 und die damit verbundene Praxis­änderung bei der Grundstück­gewinnsteuer machten Graa einen dicken Strich durch die Ge­meindefinanzen.

«Bei einem Verkauf kassieren der Zuzugkanton und dessen Gemeinde und nicht mehr Kanton und Gemeinde, die als Erste die Steuer realisierten.»

Karl Graa, Finanzverwalter

Finanzverwalter Graa: «Die kantonal abgewiesene Beschwerde zur Veranlagung wurde in der Folge bis vor Bundesgericht weitergezogen und dort überraschend gutgeheissen. Bei einem Verkauf eines Ersatzobjektes kassieren der Zuzugkanton und dessen Gemeinde und nicht mehr Kanton und Gemeinde, die als Erste die Steuer realisierten.» Gsteig musste 662'361 Franken nach Genf abtreten. Dazu kamen noch 3,25 Prozent Vergütungszins, 117'737 Franken ausmachend.

Aufwand höher als im Budget

In der Erfolgsrechnung schliesst der Gesamthaushalt mit einem Mehraufwand von 650'778 Franken. Dies bei fast 4,82 Millionen Aufwand und 4,2 Millionen Ertrag. Der steuerlich finanzierte allgemeine Haushalt ohne Spezialfinanzierungen weist bei rund 3,516 Millionen Einnahmen und 4,17 Millionen Ausgaben einen Aufwandüberschuss von 654'333 Franken aus.

Bei den Spezialfinanzierungen stehen Mehrerträge bei der Wasserversorgung mit 23'114 und beim Abfall mit 16'773 Franken zu Buche. Einzig die Abwasserentsorgung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 36'333 Franken.

Neues Pächterpaar gefunden

Das seit März geschlossene Hotel Bären in Gsteig nimmt Anfang ­Dezember den Betrieb wieder auf. Gemeinderat Tom Schild, Ressort Liegenschaften, informierte, dass für den gemeindeeigenen Hotelbetrieb mit Gaby und Christian Hefti, bis im September noch in Hochdorf am Baldeggersee engagiert, neue Pächter gefunden werden konnten.

Gemeinderat Schild: «Die Zwischenzeit nutzt die Liegenschaftskommission für längst fällige Renovationsarbeiten, um den Gastrobetrieb in Schuss zu halten. Der Warenlift wird ersetzt, in der «Fürgruebe» wird die durch eingedrungenes Wasser beschädigte Mauer erneuert, und die ­gesamte Lüftungsanlage wird saniert und umgestaltet.»

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