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Burgerpreis für Rock und Reck

Die Burgergemeinde Brienz ehrte den 150-jährigen Turnverein und den 30-jährigen Verein Brienzersee Rockfestival für ihren Einsatz für die kulturelle Vielfalt.

Der «Brienserpriis» der Burger ging an den 150-jährigen Turnverein und an den Verein Brienzersee Rockfestival.
Der «Brienserpriis» der Burger ging an den 150-jährigen Turnverein und an den Verein Brienzersee Rockfestival.
Anne-Marie Günter

104 von 604 Brienzer Burgern nahmen an der Versammlung teil. Eine Zwanzigernote und drei Freikarten für die Sportbahnen Axalp, die es nach der Versammlung nach alter Tradition gab, dürften nicht den Ausschlag für die hohe Stimmbeteiligung gewesen sein. Auf dem Programm, bescheiden versteckt im Traktandum Verschiedenes, stand die Verleihung des Brienser Priis. Er ging dieses Jahr an den 150-jährigen Turnverein und an den Verein Brienzersee Rockfestival, der seit 30 Jahren Rockfans von weit her anzieht, die Grenzen eines auf Freiwilligenarbeit beruhenden Festivals kennt und doch immer wieder Top Acts an den See bringt.

Vielleicht, sagte Burgerrat Bernhard Mathyer in der kurzen Laudatio, wird einmal das Meerjungfrau-Logo als Statue am Quai stehen. 1867 liess Alfred Nobel den Sprengstoff Dynamit patentieren, und der Bundesstaat war 19 Jahre jung. In Brienz wurde der Turnverein gegründet. «Solche Vereine sind das Rückgrat der Gesellschaft», sagte Mathyer.

Würdiger Jahresabschluss

Mit 110 Aktiven und 140 Jugendlichen ist der Turnverein stark, und viele Brienzer haben legendäre Turnvorstellungen miterlebt. Präsidentin Andrea Egli freute sich, den Preis als würdigen Abschluss des Jubiläumsjahrs entgegenzunehmen. Die Burgergemeinde wird den Aussenraum ihrer Galerie über dem Quai für 100'000 Franken neu gestalten. Die Kosten werden hauptsächlich durch ein Legat von Willy Huggler gedeckt, und dessen Skulpturen eines Eisbären und eines Panthers sind Teil des Gestaltungskonzepts. Die Galerie wird auch im kommenden Jahr eine Zeit lang der Schule zur Verfügung stehen. Irgendwie ins Kapitel Kultur gehört die Ankündigung, dass die Burger alte Obstbäume auf der Lauenen zwar ­fällen müssen, sie aber ersetzen wollen.

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