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China zu Gast in Oberlangenegg

Zum ersten Mal spielte eine Nationalmannschaft in der neuen Hot-Shot-Arena. Das Team China traf auf den heimischen EHC Oberlangenegg. Am Schluss gabs sogar eine Rangelei.

Das Spiel zwischen dem EHC Oberlangenegg (in Grün) und den Gästen aus China verlief über lange Strecken ausgeglichen.
Das Spiel zwischen dem EHC Oberlangenegg (in Grün) und den Gästen aus China verlief über lange Strecken ausgeglichen.
PD

Die Gemeinde Oberlangenegg hat 475 Einwohner. Die Volksrepublik China 1,3 Milliarden. Das bedeutet, dass China 2,7 Millionen Mal mehr Einwohner hat als Oberlangenegg. Trotzdem lautete das Schlussresultat am Freundschaftsspiel zwischen dem EHC Oberlangenegg und dem Team China am Freitag 2:1.

Ein Hauptgrund ist sicher, dass in Oberlangenegg seit 1965 Eishockey gespielt wird. In China hingegen wird der Eishockeysport erst seit kurzem ernsthaft betrieben. Doch es geht steil aufwärts: Bereits im Jahr 2022 ist die Nationalmannschaft Chinas als Heimteam Fixstarter an den Olympischen Spielen in Peking.

Die junge, erst seit kurzem bestehende Nationalmannschaft trainiert momentan unter dem bekannten Schweizer Eishockeycoach Jakob Kölliker in der Schweiz. Bereits hat die junge Mannschaft etwa Zweitliganiveau erreicht. Deshalb vereinbarten Kölliker und Roland Aellig, Trainer der 1. Mannschaft des EHC Oberlangenegg, auch das Freundschaftsspiel.

Dass das Spiel internationalen Charakter hatte, zeigte sich zum einen am sehr erfreulichen Besucheraufmarsch von deutlich über 200 Eishockeyfans und zum anderen am Abspielen der chinesischen Nationalhymne und des Schweizerpsalms vor dem Spiel.

Drei Tore und einige Strafen

Der EHC Oberlangenegg, der in der 2. Liga im Mittelfeld positioniert ist, musste sich ziemlich anstrengen, um die Chinesen zu schlagen. Nach zwölf Minuten war es Sven Zimmermann, der das erste Tor erzielen konnte. Im zweiten Drittel erzielte Patrick Järmann in der 27. Spielminute das 2:0.

Trotzdem liessen sich die Chinesen, die teilweise mit erst 18-jährigen Spielern antraten, nicht unterkriegen. In der 49. Minute konnte Gang Wang den Ehrentreffer für sein Land erzielen. Nachdem das Spiel lange recht fair und mit eher wenig Körpereinsatz verlaufen war, kamen kurz vor Schluss doch noch Emotionen auf.

Zwei Minuten vor Schluss gab es beim chinesischen Tor eine Rangelei, welche sogar in eine kurze Schlägerei mündete. Die Oberlangenegger fassten folglich vier Zweiminutenstrafen plus eine Zehnminutenstrafe. Bei den Chinesen waren es sogar fünf Zweiminutenstrafen plus ebenfalls eine Zehnminutenstrafe.

Trotz – oder vielleicht wegen – der Strafenflut kam es zu keinem weiteren Tor. Nach Abpfiff beim Handshake war die Stimmung dann rasch wieder gut. Man darf gespannt sein, welche der jungen chinesischen Spieler, die in Oberlangenegg gespielt haben, man in vier Jahren an der Olympiade in Peking sehen kann.

pd

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