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Circus Bajazzo feiert sein erstes Jahrzehnt

«Manege frei» für die 53 Kinder und Jugendlichen: Morgen Freitag und am Samstag feiert der Kinderzirkus Bajazzo mit einer fulminanten Show sein 10-Jahr-Jubiläum.

Roland Graf trainiert seine Jongleurtruppe bereits in der Manege.
Roland Graf trainiert seine Jongleurtruppe bereits in der Manege.
Beat Jordi

Vor zehn Jahren gründete der zirkusbegeisterte Pfarrer Samuel Müller aus Brienz die Zirkuswoche Bajazzo. 53 Kinder und Jugendliche (2. bis 9. Klasse) aus Brienz und Umgebung haben sich heuer für die Veranstaltung angemeldet. Eine Woche lang werden unter fachkundiger Leitung Nummern ausgeheckt, geübt und geprobt, um morgen Freitag und übermorgen Samstag zwei zauberhafte Zirkusvorstellungen geben zu können. Fakire, Clowns, Trapezkünstlerinnen, Artisten am Tuch, an den Leitern, Zauberer – die ganze Zirkuswelt wird geboten.

Der Brienzer Pfarrer Martin Gauch leitet zusammen mit Zirkuspädagogen, jugendlichen Gruppenleitern und vielen Helferinnen und Helfern den Betrieb. «Jedes Kind hat Talente und Kompetenzen, und zwar sozial, kommunikativ, körperlich oder handwerklich, die es zu entdecken und zu fördern gilt», nennt Gauch das Ziel der Zirkuswoche. «Dabei wird mit Spass viel Kreativität freigesetzt und in friedlichem Zusammenwirken eine Darbietung entwickelt – das Resultat wird in den zwei Vorstellungen zu bestaunen sein», freut er sich aufs Wochenende.

«Mich hat ein Freund, der schon mal dabei war, motiviert mitzumachen, weil es lässig sei», erklärt der 5.-Klässler Felix, der sich in der Clowngruppe engagiert. «Als Clown habe ich viele Freiheiten und kann alles selber gestalten.» Auch seine Schwester Emily, die bereits das zweite Mal mitwirkt, findet die Zirkuswoche spannend, «weil man viel lernen kann». Lynn und Marcia, beides 6.-Klässlerinnen, haben sich als Trapezkünstlerinnen angemeldet und finden es toll, an den Geräten waghalsige Übungen einzustudieren. Bereits erfahrene Zirkusmacherinnen sind Chiara und Ladina, die zum vierten und fünften Mal dabei sind und sich für die Pantomime entschieden haben.

Für die Miete eines Zirkuszeltes und das Engagement der Zirkuspädagogen braucht es natürlich auch Geld. Viele Spender aus Gewerbe, aber auch Private unterstützten den Anlass mit einem Budget von über 10'000 Franken, gibt Martin Gauch bekannt. Die Politische Gemeinde und die Kirchgemeinde Brienz stellen die Infrastruktur zur Verfügung, Letztere stellt auch die Defizitgarantie. Für die Zwischenverpflegungen sorgt Oliver Heldstab mit seinem Team von der Jugendarbeit Haslital-Brienz. Die Vorstellungen sind gratis. Allerdings spült die freiwillige Kollekte jeweils einen willkommenen Zuschuss in die Kasse, damit die Woche möglichst mit einer ausgeglichenen Rechnung abschliessen kann.

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