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Coole Schlafplätze waren gefragt

Das Iglu-Dorf Gstaad öffnete zum Abschluss der Saison seine Türen.

Am sonnigen Abschlusstag kam eine Guggenmusik aus Liestal zum Fondueessen ins Iglu-Dorf ob Gstaad.
Am sonnigen Abschlusstag kam eine Guggenmusik aus Liestal zum Fondueessen ins Iglu-Dorf ob Gstaad.
Andreas Tschopp

«Ich bin ein Wintermensch und werde stets traurig, wenn der Sommer beginnt», sagt Regula Günter über sich. Sie ist Teamleiterin im Iglu-Dorf Gstaad auf dem Saanerslochgrat bei der Bergstation der neuen Gondelbahn. Am Sonntag lud es zur Besichtigung im Rahmen des sechsten nationalen Tags der offenen Hoteltüren, «Please disturb», ein.

Dass neben Hotelbetrieben der Region Interlaken und am Thunersee auch das Gstaader Iglu-Dorf am diesjährigen Aktionstag des Gastgewerbes mitmachte, begründet Regula Günter damit, das spezielle saisonale Übernachtungsangebot in der Bergwelt des Saanenlandes besser bekannt machen zu wollen.

Dieses ist nicht neu. Regula Günter, die von Beruf Organisationsentwicklerin ist und mit Adrian Günter, dem Initianten und Gründer der Iglu-Dorf GmbH verwandt ist, erlebte bereits ihre zehnte Saison im Gstaader Iglu-Dorf. Als Teamchefin zieht sie eine «sehr gute Bilanz» über den schneereichen und meist sonnigen Winter.

Die Sonne strahlte auch zum Abschluss der Saison, in der die Zahl der Übernachtungen im Iglu 1350 betrug, wie Regula Günter sagte. Auch der Betrieb der Aussenbar am Pistenrand sei sehr gut gelaufen. Zugenommen habe ebenso die Zahl der Fussgänger, die dank der neuen Gondelbahn einen Ausflug auf den Saanerslochgrat machten.

Das tat am Sonntag zum Beispiel ein Mann mittleren Alters aus Luzern, der zu Hause bereits alle grossen «Hotelkästen» besichtigen konnte, wie er erklärte, und deshalb nun das Iglu-Dorf Gstaad für einen Besuch auswählte.

Erbaut wird das Iglu-Dorf jeweils während zwei Wochen im Dezember von 16 Leuten, die dafür 2500 Arbeitsstunden benötigen. Mithilfe von Ballons wird ein grosses Schneegewölbe erstellt mit diversen Kammern, in denen dann ein Restaurant, ein Eventraum und die insgesamt 42 Schlafplätze in elf Zimmern eingerichtet werden.

Musikalischer Abschluss

Die Zimmer für zwei bis sechs Personen sind zum Teil mit eigenem WC ausgerüstet. Zur Suite gehört auch noch ein Whirlpool, was allerdings seinen Preis hat (459 Franken pro Person und Nacht mit Verpflegung). Das Angebot sei so gebucht worden, «dass es rentiert hat», erklärt Regula Günter.

Die zahlenden Gäste – etliche mit Geschenkgutscheinen für eine Übernachtung – seien im Schnitt 35 bis 40 Jahre alt gewesen, erläutert die Teamleiterin für den Tagesbetrieb mit fünf Leuten. Eine Gruppe von sieben Personen habe sich jeweils um die Gäste im Iglu-Hotel gekümmert.

Diese konnten auf Wunsch ihre Behausung aus mit der Motorsäge vorbereiteten Schneeblöcken selber bauen. Das sei neunmal nachgefragt worden, sagt Regula Günter aus Bern, die im Winter in Saanenmöser gewohnt und Teilzeit im Büro gearbeitet hat.

Im Iglu-Dorf erlebte sie einen Abschluss mit Pauken und Trompeten, hatte sich doch eine Guggenmusik aus Liestal BL mit über 60 Personen am Sonntag zum Fondueessen angemeldet und nach dem Mahl in vollen Tönen aufgespielt. Viel Arbeit wartet dieser Tage noch auf die Betreiber, um das Iglu-Dorf bis Donnerstag für den «Sommerschlaf» wegzuräumen.

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