Spiez

Das Aus kommt zum 25. Geburtstag

SpiezAm 31. Dezember ist Pro Velo Spiez Geschichte. Am 1. Januar wird die Spiezer Sektion in Pro Velo Region Thun integriert. Zu diskutieren gab an der ausserordentlichen Hauptversammlung vor allem die Verwendung des Vereinsvermögens.

Der letzte Vorstand muss nach 25 Jahren Pro Velo Spiez auflösen (von links): Res Wittwer und Jürg Wittwer, Jule Dermon und Roland Müller.

Der letzte Vorstand muss nach 25 Jahren Pro Velo Spiez auflösen (von links): Res Wittwer und Jürg Wittwer, Jule Dermon und Roland Müller. Bild: Guido Lauper

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«Die Zustimmung der Mitglieder vorausgesetzt, löst sich Pro Velo, Region Spiez, auf Ende dieses Jahres zum zweiten Mal auf.» Das sagte Präsident Jürg Wittwer an der ausserordentlichen Versammlung im Restaurant Krone, wo der Verein am 13. Januar 1993 mit dem damaligen Namen IG-Velo gegründet und 2007 in Anlehnung an Pro Velo Schweiz umbenannt worden war.

Gemäss Hauptversammlungsbeschluss im April 2010 sollte der Verein wegen angeblichen Desinteresses auf Ende Jahr aufgelöst werden, präzisierte Wittwer; er wurde mittels Rückkommens­antrag im Dezember 2010 aber wieder ins Leben gerufen.

Den an der Hauptversammlung im vergangenen Frühjahr entgegengenommenen Auftrag, die Fusion mit Pro Velo Region Thun vorzubereiten, begründete Jürg Wittwer mit der Professionalisierung der grossen Vereine, umso mehr, als Spiez mit nicht ganz 100 Mitgliedern der kleinste im Kanton Bern sei. Zudem arbeite Spiez bereits seit 2010 eng mit Thun zusammen.

Auflagen fürs Vermögen?

Mehr zu reden als die Auflösung des Vereins gab die Weitergabe des Vermögens von über 10 000 Franken an die Region Thun. «Bleiben uns die Möglichkeiten, Spiezer Anliegen weiter zu verfolgen, wenn wir unser Vermögen vertragslos weitergeben?», lauteten die Bedenken. Oder: «Soll Thun die Gelder in Form eines Fonds zugunsten von Spiez erhalten?» Schliesslich folgten die Mitglieder trotz der Bedenken dem Antrag des Vorstandes, den Verein auf Ende 2017 aufzulösen und das Vermögen ohne Zweckbindung zu übergeben.

So gehts weiter

«Spiezer Mitglieder werden automatisch in Pro Velo Thun integriert», so Jürg Wittwer, allerdings mit Erhöhung des Jahresbeitrages um zehn Franken. Darin inbegriffen bleibe der Gratisbezug des «Velojournals». Beibehalten werden auch die beliebten Spiezer ­Velokurse, die 2017 mit über 110 Teilnehmenden einen neuen Rekord erreichten. Man beobachte auch weiterhin laufende Projekte, wie die vorgeschlagene Velosta­tion am Bahnhof Spiez, die bei der BLS hinterlegt sei.

«Besucht die Thuner Hauptversammlung, zu der ihr künftig eingeladen werdet, und vertretet dort unsere Anliegen», rief der abtretende Präsident die Mitglieder auf. Was eine engagierte Velofahrerin im anschliessenden Gespräch mit den Sorgen um fehlenden Nachwuchs ergänzte.


Infos: www.provelo-regionthun.ch
(Berner Oberländer)

Erstellt: 07.12.2017, 08:36 Uhr

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