«Das Oberland ist fast eine Macht»

Aeschi

Treffsichere Oberländer: Drei oberländische Schützenverbände ehrten an einer gemeinsamen Feier ihre 80 besten Schützinnen und Schützen.

Ausgezeichnete Schützinnen, Schützen und Spezialisten:?Top-Schütze Pierre-Alain Dufaux (l.) und Stefan Eggler (lange Vereinstätigkeit) mit (v.?l.) Nicole Kälin (Meiringen), Nils Kunz, Nina Bühler, Sven Kunz, Jenny Rufener (alle Schwanden), Lukas Abegglen (Unterseen) und Olivia Spahr (Schwanden).

Ausgezeichnete Schützinnen, Schützen und Spezialisten:?Top-Schütze Pierre-Alain Dufaux (l.) und Stefan Eggler (lange Vereinstätigkeit) mit (v.?l.) Nicole Kälin (Meiringen), Nils Kunz, Nina Bühler, Sven Kunz, Jenny Rufener (alle Schwanden), Lukas Abegglen (Unterseen) und Olivia Spahr (Schwanden).

(Bild: Anne-Marie Günter)

«Das Oberland ist fast eine Macht, sagte Walter Reber, Chef Nachwuchs des Oberländischen Schützenverbands (OSV), in ­Aeschi. Er dankte den Betreuern und den Eltern und hofft, dass die erfolgreichen jungen Schiesssportler ihrem Sport treu bleiben. Bei den Jungen waren die Militärschützen Schwanden eine Macht: Die schweizerische Gruppenmeisterschaft in Emmen gewannen sowohl ihre Jungschützen als auch die Nachwuchsschützen.

Am Eidgenössischen Schützenfest erzielte Sven Kunz aus Schwanden den 2. Rang; ganz vorne am kantonalen Nachwuchstag war sein Bruder Nils. Am Eidgenössischen Schützenfest belegte Lukas Abegglen von den Militärschützen Unterseen den zweiten Rang in der Kategorie JS. An den Schweizer Meisterschaften Jugend gewann Nicole Kälin von KKS Meiringen die Silbermedaille (Gewehr 10 Meter). Dies gelang auch Cedric Stalder (KKS Gsteigwiler) an der Schweizer Meisterschaft liegend Junioren.

Vom Tor- zum Sportschützen

Zum dritten Mal ehrten der OSV, der Oberländer Kleinkaliberschützenverband (OKSV) und der Oberländer Matschschützenverband (OMSV) gemeinsam ihre besten Schützinnen und Schützen aus dem Berner Oberland. Mit dabei als Gastreferent war Pierre-Alain Dufaux, einer der Schweizer Schützen, die weltweit erfolgreich waren. Er war ein Naturtalent, wie er erzählte. Es war eigentlich sein Vater, der ihn zwang, zum Schiessen zu gehen, weil er angemeldet war. Er ­verbuchte dann aber ohne viel Training Erfolge.

Erfolg hatte er bis zu einem Rennmotorradunfall mit schweren Knieverletzungen als Fussballer bei Neuenburg-Xamax. Danach konzentrierte er sich auf das Schiessen, war 70-mal Schweizer Meister mit verschiedenen Waffen und mehrere Male Weltmeister. Einzig an den Olympiaden spielten ihm die Nerven einen Streich, was er mit Humor, aber doch spürbarem Bedauern erzählte. 2000, zehn Jahre nach seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft, wurde er Schützenkönig.

Treffsichere Oberländer

Dufaux erinnerte daran, dass Schiessen ein Sport ist, der über lange Zeit erfolgreich ausgeführt werden kann. Die Liste der Geehrten beweist das deutlich: Der achtzigjährige Guido Bauer aus Meiringen hat als Pistolenschütze 50 Meter den dritten Rang im JU/VE-Final erreicht. Goldmedaillenträger ist Peter Schmid aus Wimmis bei den Schweizer Meisterschaft Senioren. Thomas Mösching aus Spiez gewann die Europameisterschaften der gehörlosen Schützen (liegend, 50 Meter Gewehr).

Auch in Gruppen schiessen die Oberländer gut: Die Goldmedaille an der Schweizerischen Gruppenmeisterschaft Elite gewannen die Buchholterberg-Schützen, die auch den Lorbeerkranz am Eidgenössischen Schützenfest im Wallis holten. Dort lagen auch die Pistolenschützen Steffisburg ganz vorn.

Dreimal ging ein Sieg bei den Schweizerischen Sektionsmeisterschaften ins Oberland: An die Buchholterberg Schützen, an die Freischützen St. Stephan und an die Sportschützen Grindelwald. OSV-Präsident Bernhard Hari freute sich besonders, dass die Grindelwalder, der jüngste Verein im Verband, gleich mit einem Sieg gestartet sind.

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